Hat der DSC Hanseat einen Heim-Komplex? Nur 1:1 gegen RW Wilhelmsburg II

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Nicht immer hatte die 4er-Abwehrkette des DSC den Gegner so unter Kontrolle
 
Seine Einwechslung brachte neuen Schwung: Ahmet Kizilkaya
Hamburg: Sportplatz Vogesenstrasse | So langsam macht sich eine gewisse Ratlosigkeit bei den Verantwortlichen des DSC Hanseat breit: Während die Dulsberger auswärts souverän auftreten und in dieser Saison noch ungeschlagen sind, will es an der heimischen Vogesenstrasse einfach nicht richtig laufen. Auch am vergangenen Wochenende reichte es nach einem über weite Strecken schwachen Spiel nur zu einem 1:1 (1:1) gegen Rot-Weiss Wilhelmsburg II.

Schnelles Führungstor bringt keine Sicherheit

Zwar gingen die Hanseaten gegen einen Gegner, der im bisherigen Saisonverlauf keine Bäume ausreissen konnte, schon nach 4 Minuten durch Youcef Madadi in Führung. Aber diese schnelle Führung brachte keine Sicherheit ins Spiel der Dulsberger. Im Gegenteil: Im Gefühl einer schnell gar nicht mehr vorhandenen Überlegenheit liess der DSC Hanseat vor allem im Mittelfeld die Zügel schleifen. Vor allem die beiden Sechser Kilinc und Koch konnten das Spiel nicht wie geplant beruhigen, nach vorn lief bis auf einige Standardsituationen wenig. So sah sich Torwart-Oldie Mathias Kumfert, der den verhinderten Stammtorhüter Cetin glänzend vertrat, immer wieder mit grossen Torchancen der Rot-Weissen aus Wilhelmsburg konfrontiert. Einige Mal konnte er glänzend parieren, einige Male war der Abschluss zu unplatziert. In der 33. Minute war er dann machtlos: Muhammed Baydar erzielte den hochverdienten 1:1-Halbzeitstand.

Ballbesitz ist nicht alles

Die Pausenansprache von DSC-Trainer Ghazi-Hassan Mustapha blieb nicht ohne Wirkung. Nach dem Seitenwechsel dominierte der DSC Hanseat eindeutig das Spielgeschehen, die Wilhelmsburger blieben über mehr als 30 Minuten ohne nennenswerte Offensivaktion oder gar Torchance. Das Comeback des lange verletzten DSC-Spielmachers Ahmet Kizilkaya ab der 60. Minute brachte zusätzlichen Schwung in die Aktionen der Dulsberger. Aber wirkliche Torchancen blieben mit Ausnahme eines Kopfballs des völlig frei stehenden Hans-Georg Koch nach einer Kizilkaya-Ecke aus. So konnten die Dulsberger noch froh sein, dass der Wilhelmsburger Torschütze Baydar 10 Minuten vor Schluss bei der einzigen Torchance der Rot-Weissen in der 2. Halbzeit frei vor Mathias Kumfert knapp verzog. So blieb die Bilanz des Spiels zwiespältig:

Einerseits blieb der DSC Hanseat im 5. Spiel nacheinander ungeschlagen, andererseits erhielten Ambitionen, nach den Punktverlusten der Spitzenteams am vergangenen Wochenende den Kontakt nach oben in der Tabelle wieder herzustellen, einen herben Dämpfer.

Nächster Gegner: NCG FC

Am kommenden Sonntag (6.10., 10:45 Uhr) wird sich zeigen, ob die Hanseaten wirklich einen Vogesenstrassen-Heim-Komplex haben. Dann kommt es nämlich auf dem Sportplatz an der Vogesenstrasse zu einem Auswärtsspiel, das auch ein Heimspiel ist: Nominell tritt der DSC dann auswärts gegen den NCG FC Hamburg an, der aber seine Heimspiele als Gast auf der Sportanlage des DSC bestreitet. Der NCG FC ist ein Tabellen-Nachbar der Dulsberger in der Kreisliga-Tabelle. Die bisherige Bilanz der beiden Teams ist nahezu komplett ausgeglichen: je 2 Siege, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen, allerdings konnte der DSC Hanseat die beiden Spiele in der vergangenen Saison mit 3:0 und 4:3 für sich entscheiden.

Der DSC Hanseat spielte mit …
Kumfert – Basoah, Öz, Harders (S. Geygel), Armut – Koch, Kilinc – Ok (D. Geygel), Y. Madadi, M. Madadi – R. Polaske (Kizilkaya)

Mehr Fotos zum Spiel gibt es auf der Website des DSC Hanseat (http://www.dschanseat.de/galerie-rot-weiss-wilhelm...).
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