Für Leser mit Fingerspitzengefühl

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Jakob M. Leonhardt, der in Wirklichkeit Daniel Bielenstein heißt, schreibt Jugendbücher. Sein Superchaot Felix ist jetzt in Blindenschrift erschienen Foto: Dörte Hoffmann

Jugendbuch „Felix, der Chaot“ von Winterhuder Autor erscheint jetzt auch in Blindenschrift

Winterhude Für Schriftsteller ist es immer ein Erlebnis, wenn ihre Bücher in eine andere Sprache übersetzt werden. So geht es auch dem Jugendbuch-Autor Jakob M. Leonhardt. Er hatte in den zurückliegenden Jahren großen Erfolg mit seiner Reihe über den Superchaoten Felix Rohrbach. In vier witzig illustrierten Bänden geht es um einen Teenager, der kein Fettnäpfchen auslässt und keiner Schwierigkeit aus dem Weg geht. Die Abenteuer von Felix gibt es inzwischen auch auf Türkisch, Spanisch und Bulgarisch. Nun aber konnte Leonhardt sich über eine weitere, ganz besondere Übersetzung freuen. „Mein Buch liegt nun in Braille vor, also in Blindenschrift. Das empfinde ich als besondere Ehre“, sagt der Autor, der im wahren Leben Daniel Bielenstein heißt und in Winterhude zuhause ist. Ein Verlag, der Bücher für Blinde vertreibt, war an den Autor herangetreten. Auch für Sehende wie ihn sei es ein ungewöhnliches Erlebnis, ein Buch in Braille vor sich zu haben, so Bielenstein. Das fängt beim Umschlag an, der zwar mit einer farbigen Graphik versehen ist. Doch darüber liegt eine durchsichtige Plastikfolie, in die die Blindenschrift eingestanzt wurde. Das Innere des Buches ist auf den ersten Blick scheinbar leer. Doch tatsächlich sind auch hier in die Seiten die Braille-Buchstaben – Kombinationen verschiedener winziger Noppen – zu ertasten.
„Schon vor Jahren habe ich einmal eine Lesung an einer Blindenschule in Marburg gehalten. Es war ein besonderes Erlebnis. Tatsächlich habe ich selten mit so aufmerksamen und gut vorbereiteten Leser gesprochen wie dort“, erinnert sich der Autor. Gerade ist er mit einer neuen Jugendserie an den Start gegangen. Sein neuer Held heißt Henry Vegas, der in ferner Zukunft lebt. Im Jahre 18.667 ist natürlich vieles anders als heute. Angefangen bei den Raumschiffen, den fremden Planeten und den intergalaktischen Abenteuern, die es zu erleben gibt. Doch eines ist genauso wie heute: auch in ferner Zukunft müssen die Teenager zur Schule gehen und Hausaufgaben machen. Auch dort bekommen sie Ärger mit den Eltern, wenn sie Streiche spielen oder Unsinn anstellen – und darin ist Henry Vegas Weltmeister. (hof)
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