Großes Musik-Festival in Eppendorf

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Bringt Leben auf den Marie-Jonas-Platz: Wilfried Lottmann (li.) ist Initiator und Seele des Festivals Foto: wh

Wie Wilfried Lottmann den „Summer Jazz“ bekannt machte

Eppendorf Das Hamburger Jazz-Festival „Summer Jazz in Eppendorf“ setzt seine Erfolgsgeschichte fort und feiert Ende August bereits das fünfte Jahr. Nach dem „Elbjazz“ ist das Eppendorfer Event bereits das zweitgrößte Festival der Branche. Das Wetter wird diesmal mitspielen. Zuversichtlich schaut Wilfried Lottmann, 60, zum grauen Himmel. Nach den regnerischen Wochenenden der letzten beiden Festivals wünscht der Veranstalter seinen Gästen und Musikern ein laues Lüftchen für das Mega-Event auf dem Marie-Jonas-Platz – „umsonst und draußen“.

Lokal-Festival für Hamburger Musiker


Getränkezelte und Foodtrucks seien schon geordert. Bei schönem Wetter erwartet Lottmann 12.000 Gäste an drei Tagen. Neun Bands – Hamburger Größen, ebenso talentierte lokale Nachwuchskünstler – treten auf. Hauptsächlich Mainstream-Jazz werde gespielt, so finden auch „Laien“ den Zugang zur Musik. „Hamburg hat eine große Jazz-Tradition, die soll das Festival widerspiegeln“, betont der Musik-Fan und Hobby-Gitarrist. „Durch die NDR Bigband und den Jazz-Studiengang der Musikhochschule gibt es hier viele Künstler, die sich über Auftritte freuen.“

Jazzclub ist Keimzelle


Wilfried Lottmann kennt „seine“ Künstler. Alle spielten schon im Restaurant „Bar Italia“, die er seit 2006 zusammen mit Partnerin Ulla Stoeppler betreibt. In der Klosterhof-Passage entwickelte er einen exklusiven Jazzclub, die „Keimzelle“ des Festivals feiert zehnjähriges Bestehen. Livemusik in der Tradition New Yorker Jazzclubs vor entspanntem Publikum – bei Essen und Trinken: „Mit wöchentlich drei Konzerten sind das rund 150 pro Jahr“, überschlägt der Impresario, seit 20 Jahren Eppendorfer. Seinen Beruf als Art Director in der Werbung gab er dafür auf, brachte aber Knowhow und Kontakte aus der Musik-Branche mit. Viele Geschichten hat Lottmann dazu auf Lager – auch eine traurige: Der erste Künstler, der vor zehn Jahren in der Bar Italia auftrat, war sein Freund und Lehrer Ladi Geisler. Der renommierte Gitarrist, der den Sound des Orchesters Bernd Kaempfert prägte, starb vor fünf Jahren – nach einem Herzinfarkt beim Auftritt in der Bar Italia. „Den Erfolg des Jazzclubs verdanke ich maßgeblich Ladi Geisler“, so Lottmann nachdenklich. Virtuosen aus dem In- und Ausland treten laufend in der Klosterhof-Passage auf, auch Newcomer bekommen ihre Chance. „Immer wieder magische Momente“ erlebt Lottmann, wenn Musiker und rund 40 Gäste sich hier nahekommen. Und die gibt es auch immer wieder – open air – bei großem Publikum. (wh)

Das Festival findet auf dem Marie-Jonas-Platz statt, Freitag und Sonnabend, 26./27. August, 18-23 Uhr und Sonntag, 28. August, 15-20 Uhr. Eintritt frei. Programm auf www.summerjazz-in-eppendorf.de
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