Robert Redford in Seenot

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Robert Redford als erfahrener Segler, der auf dem Indischen Ozean in Seenot gerät Foto: D. Daza/wb

In „All is lost“ segelt er allein über den Ozean. Filmstart am 9. Januar im Abaton

Grindel. Ein Mann allein auf dem Meer. Das ist das Thema eines neuen ungewöhnlichen Films mit Robert Redford - nur mit Robert Redford.
Der 77-jährige Filmstar, der 2009 in Hamburg die Norddeutsche Sibylle Szaggars heiratete, spielt in „All is lost“ einen erfahrenen Skipper, der mit seiner Jacht auf dem Indischen Ozean unterwegs ist. Vier, fünf Monate soll sein Segeltörn dauern, doch die Naturgewalten von Meer und Wind und die Containerschifffahrt bringen ihn in existenzielle Not. Zuerst kollidiert seine Jacht mit einem Container, der herrenlos im Ozean treibt. Das Leck, das der dicke Kasten reisst, bringt den routinierten Segler noch nicht aus der Fassung. Es gelingt ihm das Loch zu stopfen und das Wasser aus dem Boot zu pumpen. Doch ein schwerer Sturm manövriert „unseren Mann“, wie die einzige Person des Films bezeichnet wird, in richtige Seenot. Am Ende geht seine Jacht unter und der Skipper kann nur dank einer Rettungsinsel überleben. Und auch in dieser „Nuss-
schale“ muss er einen schweren Sturm überstehen.

Schlicht und detailgenau

Regisseur J. C. Chandor („Der große Crash“) erzählt seine Geschichte vom Mann in Seenot schlicht und detailgenau. Die Kamera folgt „unserem Mann“ bei jedem Vorgang, wie er aus Dosen isst, sich rasiert, die Jacht repariert, sich versucht bemwerkbar zu machen. Das Publikum ist immer bei ihm im schwankenden Boot und muss mit ihm mitfiebern. „All is lost“ sei „eine einzige lange Actionsequenz“, sagt Chandor über seinen Film. Weshalb der Film einen nicht loslässt, auch wenn die Katastrophen von ruhigen Sequenzen unterbrochen werden, in denen der Segeltörn einem entspannten Freizeitvergnügen nahekommt. Robert Redford ist ein wesentlicher Bestandteil der schlichten Erzählweise. Nie übertreibt er sein Spiel in der aufgewühlten See, sondern folgt darin der Logik der Natur und versucht umsichtig, aber zunehmend verzweifelt Antworten auf die Herausforderungen zu finden. Trotz eines riesigen Aufgebots an Technikern und Spezialisten wirkt „All is lost“ nie effektheischend. Das große Backgroundteam steht ganz im Dienst des Films und unterstützt die Darstellung eines Existenzkampfes auf See so real wie möglich. (ch)

Filmstart von „All is lost“ ist am 9. Januar im Abaton, Allendeplatz 3
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