Skulptur soll zurück in den Park

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Anmutig und ausdrucksstark: Das „Frauenschicksal“ könnte schon bald wieder im Stadtpark stehen Foto: Zapf/wb

„Frauenschicksal“: Stadtpark Verein möchte Replik aufstellen

Winterhude Die Skulptur „Frauenschicksal“ von Elena Luksch-Makowsky (1878 – 1967) soll als originalgetreue Nachbildung in den Stadtpark zurückkehren. Die Vorsitzende des Stadtpark Vereins Hamburg e.V. Heidi Gemar-Schneider bemüht sich derzeit um eine Finanzierung durch Anträge bei offiziellen Stellen und dem Projekt zugewandten Stiftungen. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 ist es dem Verein ein besonderes Anliegen, den Park mit Pflanzenschmuck und Kunstwerken auszustatten. Die Plastik der aus Russland stammenden Künstlerin zeigt eine Frau mit drei kleinen Kindern, die aus ihrem Gewand hervorschauen, während sie selbst einem Vogel auf ihrer Schulter zu lauschen scheint. Die Schöpferin wollte in ihrem Werk den Zwiespalt zwischen dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und der Vereinnahmung durch die Familie thematisieren. Es handelt sich beim „Frauenschicksal“ um die einzige Skulptur im Stadtpark, die je von einer Frau geschaffen wurde. Der Vorläufer des Stadtpark Vereins, der von 1912 bis ca. 1933 bestand, hatte das Kunstwerk einst gestiftet. 1926 im Osten der Heckengärten aufgestellt, wurde es nach dem Zweiten Weltkrieg an einen anderen Ort im Park versetzt. Wiederholter Vandalismus führte jedoch dazu, dass man die Skulptur 1978 in die Hamburger Kunsthalle verbrachte, wo sie zunächst das Café Liebermann schmückte und später eingelagert wurde. Im vergangenen Jahr wurde sie im Hamburg Museum im Rahmen der Ausstellung „Park Pioniere“ präsentiert. (sg)
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