Starker Start in Hamburg

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Gilla Cremer erforscht „Die Dinge meiner Eltern“Foto: Bo Lahola

Kammerspiele: viele Besucher, prominente Stücke

Hamburg. Die Verantwortlichen der Hamburger Kammerspiele sind guter Laune. Bis zum Winter besuchten bereits rund 50.000 Menschen die Vorstellungen des Privattheaters in der Hartungstraße. Da liegt womöglich eine Steigerung gegenüber der vorigen Spielzeit in der Luft, als insgesamt über 90.000 kamen. Besonders erfreut zeigte sich Intendant Axel Schneider bei der Vorstellung des Programms bis zum Saisonende, dass vermeintlich „kleine“, nur gelegentlich angesetzte Inszenierungen wie „Oben bleiben“, „Der Kontrabaß“ und „Die Judenbank“ sehr gut besucht waren.

„Die Inszenierung wird der Geschichte voll gerecht, nur psychologischer.“
Axel Schneider


Mit vier Frauen starten die Kammerspiele ins neue Jahr. In Sibylle Bergs Drama „Die Damen warten“ mit Julia Jäger, Marion Martienzen, Nina Petri und Hildegard Schroedter erleben vier Damen um die vierzig einen kostenlosen Wohlfühltag in einer Wellness-Oase, die sich in eine Wellness-Hölle verwandelt. Und der einzige Mann in diesem Stück, gespielt von Kai Hufnagel, ist nur zu Beginn ein Charmeur (Premiere: 26. Januar). Es folgt bereits am 4. Februar ein neuer Soloauftritt von Gilla Cremer. In dem stark autobiografisch geprägten Stück „Die Dinge meiner Eltern“ löst eine Frau die Wohnung ihrer verstorbenen Eltern auf. Erinnerungen, wohin sie schaut. Wieder holen die Kammerspiele einen Erfolgsfilm auf die Bühne. Am 23. März hat „Ziemlich beste Freunde“ mit Hardy Krüger jr. und Patrick Abozen in den Hauptrollen sowie mit Andrea Lüdke und Frank Jordan Premiere. „Die Inszenierung wird der Geschichte voll gerecht, nur psychologischer“, verriet Axel Schneider. Ein Kammerspiel mit Wiederkennungswert.

„Tür auf Tür zu“

Zum Abschluss ist eine neues Stück von Ingrid Lausund („Zeit“, „Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner“) zu sehen. Die Regisseurin und Autorin, deren künstlerische Heimat in Hamburg die Kammerspiele geworden sind, beschäftigt sich in ihrem Stück „Tür auf Tür zu - So gesehen ist drinnen draussen“ humor- und liebevoll mit dem Drinnensein und dem Draussenbleiben. Es spielen Hildergard Schroedter, Robert Glatzeder und Matthias Matz. (ch)
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