Abriss in Eppendorf beschlossen

Anzeige
Die Häuser Eppendorfer Landstraße Nr. 107 und 109 (rechts) werden zu Gunsten von 31 Ein- und Zweizimmmermietwohnungen abgerissen Foto: Hanke

An der „kleinen“ Eppendorfer Landstraße entstehen Mietwohnungen. Doch noch ist das Schicksal der gesamen Ecke nicht klar

Von Christian Hanke

Hamburg. Es kommt Bewegung in die Bebauungspläne in der so genannten kleinen Eppendorfer Landstraße, des Abschnittes der Landstraße neben dem Eppendorfer Marktplatz. Sechs zwei- bis dreistöckige Häuser aus der frühesten Eppendorfer Bebauung wollte ein Investor hier vor einigen Jahren erwerben und abreißen lassen, um hier sechsstöckige Etagenhäuser mit Eigentumswohnungen zu errichten. Aus Protest gegen dieses Bauvorhaben, das das Stadtbild im Zentrum Eppendorfs erheblich verändert hätte, gründete sich damals die Initiative „Wir sind Eppendorf“.

Dem Investor war es nie gelungen, alle sechs Häuser zu erwerben.
Nun hat die GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg die beiden Grundstücke Eppendorfer Landstraße 107 und 109 erworben. Die beiden Häuser auf diesen Flächen, die wie ihre Nachbarn nicht unter Denkmalschutz stehen, sollen abgerissen werden. Die GWG Baden-Württemberg beabsichtigt hier Wohnhäuser für 31 kleinteilige Ein- bis Zweizimmermietwohnungen mit einer Gesamtnutzfläche von 1600 Quadratmetern zu errichten. Ins Erdgeschoss sollen auf einer Gesamtgewerbefläche von 200 Quadratmetern zwei möglichst „gebietsspezifische“ Einzelhandelsgeschäfte einziehen. „Die GWG Baden Württemberg ist an einem langfristigen Immobilienerhalt durch Bestand interessiert, baut hier nicht, um die Grundstücke weiterzuverkaufen“, erläutert Henrik Diemann, der Geschäftsführer der Metropol Grund die Philosophie des neuen Investors in Eppendorf. Die Metropol Grund entwickelt und baut die neuen Häuser im Auftrag der GWG Baden-Württemberg mit Architekten der zur Metropol Grund gehörigen HDA (Henrik Diemann Architekten). Im Sommer soll die Planung abgeschlossen sein.

Nicht ganz klar ist dagegen, was mit den vier Nachbarhäusern geschieht, die die Alstertreu Immobiliengesellschaft mbH erwerben und abreissen lassen wollte beziehungsweise, wem sie gehören. Nur von dem Eckhaus Martinistraße, in dem sich das derzeit geschlossene Restaurant Tre Castagne befindet, ist bekannt, dass es dem Sohn von Francesco Sciorelli, einem Unternehmer aus Lokstedt, gehört. Er war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Häuser Nr. 99 und 101 sollen unverändert der Alstertreu Immobiliengesellschaft mbH gehören. Deren geschäftsführender Gesellschafter Florian Kämereit, wollte sich zu den Grundstücken nicht äußern: „Kein Kommentar“, hieß es auf Wochenblatt-Anfrage.

Gebaut werden soll aber auch auf diesen Grundstücken. Das Bezirksamt Hamburg-Nord erteilte kürzlich Bauvorbescheide für alle drei Grundstücke, sprich die geplanten Bauvorhaben sind mit dem Baurecht vereinbar. Bauanträge wurden noch nicht gestellt. Ganz unbekannt sind bisher Eigentumsverhältnisse und Zukunft des Hauses Nr. 105, in dem sich das pakistanische Restaurant Balutschistan befindet.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige