Absage an Müllcontainer im Untergrund

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Derzeit kann man an zwei unterschiedlichen Orten am Goldbekplatz seine Wertstoffe entsorgen – bald könnte es nur noch einer seinFoto: Kuchenbecker

Stadtreinigung zu Winterhude-Vorschlag: Unterflursystem hat sich nicht bewährt

Winterhude. Der Stadtteil soll schöner werden. Dazu gehört für Bernd Kroll von der Initiative Unser Mühlenkamp, dass sich das „Müllproblem“ an der beliebten Einkaufsstraße und auch am Goldbekplatz „wegzaubern“ lässt. Wo jetzt noch violette Müllsäcke für die Hausmüllentsorgung den Fußweg säumen im Bereich der Altglas- und Altpapiercontainer am Goldbekplatz könnte demnächst ein neues Unterflursystem für die Müllentsorgung entstehen.
Am Goldbekplatz gibt es zwei Standorte für die Wertstoffentsorgung: einen für Altglas, den anderen für Altpapier. „Das könnte man beispielsweise als einen Standort zusammenfassen und unter die Erde verlegen“, sagt Bernd Kroll.

Maßnahme ist teuer

Doch diese Baumaßnahmen sind teuer und in ihrer Realisierung nicht so ganz einfach. Rund 10 000 Euro kostet der Bau eines Containers. Allein am Goldbekplatz stehen derzeit fünf für Papier und Pappe sowie sieben für Altglas. Katja Glahn, Sprecherin des Bezirksamtes Hamburg-Nord: „Unterflurbehälter sind unstreitig eine begrüßenswerte Alternative zu Müllsäcken am Straßenrand.  In hoch verdichteten Wohnquartieren geeignete Standorte zu finden, ist schwierig, weil öffentliche Flächen oberirdisch oft mit beispielsweise Stellplätzen, Fahrradbügeln oder anderen Nutzungen belegt sind und unterirdisch Baumwurzeln und Versorgungsleitungen im Weg sein können. Daher wird ein Einbau auf privatem Grund favorisiert.“

Pappen bleiben liegen

Und auch die Stadtreinigung Hamburg hält dagegen. Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung: „Unterflurbehälter als Ersatz für oberirdische Wertstoff-Container wie zum Beispiel am Goldbekplatz setzt die Stadtreinigung Hamburg nicht mehr ein.“ Versuche hätten ergeben, dass sich im Unterflurbehälter nichts daran ändert, dass Bürger ihre Abfälle einfach vor, zwischen oder neben den Behältern ablagern. Fiedler weiter: „Der Grund ist beispielsweise bei großen Pappen, dass einige sich nicht die Mühe machen wollen, diese Pappen so klein zu reißen, dass sie in die aufnahmebereiten Behälter geworfen werden können.“ An dieser Situation würden auch teure Unterflurbehälter nichts ändern.“
Derzeit sind zwei Standorte in der politischen Diskussion: an der Kellinghusenstraße sowie am Mühlenkamp.
Anfang August wird das Thema auf die Tagesordnung der neu eingerichteten Planungswerkstatt kommen. (nk)
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