Abschied aus Eppendorf

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Klaus Reige, kommissarischer Schulleiter der Handelsschule Kellinghusenstraße, verlässt Eppendorf „in vieler Hinsicht wehmütig“

Die Handelsschule Kellinghusenstraße zieht nach Borgfelde

Von Christian Hanke

Eppendorf Eine Schule verabschiedet sich aus Eppendorf. Die Handelsschule Kellinghusenstraße (H13) zieht im Herbst nach 58 Jahren aus, wird mit der H6 zur neuen Berufsbildenden Schule (BS) 02 zusammengelegt, die einen Neubau an der Anckelmannstraße in Borgfelde beziehen wird.

„In vieler Hinsicht wehmütig“ verlässt die Schule Eppendorf, so ihr kommissarischer Leiter Klaus Reige. Rund 42.000 Schülerinnen und Schüler hatten 2009 seit der Gründung 1959 an der Kellinghusenstraße ihre Berufsausbildungen als Kaufleute im Einzelhandel Sport und Textil, früher auch in anderen, nicht mehr existierenden Warengruppen (Schirme/Hüte), als Verkäuferinnen und Verkäufer oder als Gestalter für visuelles Marketing, früher Schaufenstergestalter und Schauwerbegestalter, absolviert. Unterrichtet von über 330 Lehrkräften. Seit 1966 war die Schule auch Höhere Handelsschule. Damals entstand ein Anbau an der Kellinghusenstraße. Der Eingang wurde dorthin verlegt. Der Altbau steht am Schrammsweg, wurde 1878/9 als Volksschule Schrammsweg, Eppendorfs erste Mädchenschule, erbaut. 1926-27 erfolgte der Umbau zur „Gewerbeschule des weiblichen Geschlechts“. 1959 zog die Handelsschule ein.

Die H13 war auch im und für den Stadtteil aktiv, gründete im Schulgebäude 1996 den Laden baruka, der von Integrationsklassen betrieben wurde und betrieb den Heinzelservice, einen Einkaufsservice für Eppendorfer. Die Schule hat sich immer auch als öffentliches Gebäude gesehen, offen für Gruppen und Initiativen aus dem Stadtteil. So nutzten die Tanzmäuse des Winterhude Eppendorfer Turnvereins die Räume ebenso wie zuletzt die Flüchtlingsinitiative Eppendorf.

Nach Auszug der Handelsschule wird der ganze Gebäudekomplex für voraussichtlich eineinhalb Jahre saniert. 2019 zieht die benachbarte Grundschule Knauerstraße ein, deren Gebäude dann generalüberholt wird. Ein kleiner Anbau, der wie ein Riegel beide Schulgelände trennt, wird abgerissen. Nach Abschluss dieser Sanierung übernimmt die Schule Knauerstraße voraussichtlich 2020 beide Gebäude. Die Grundschule hat dann Platz für einen fünfzügigen Betrieb.
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