Anwohner gegen Unkraut

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Empfinden den wuchernden Beifuß als Missstand: Jutta und Wolfgang Diekmann. Foto: Haas

Eppendorfs Gehwege wuchern zu

Von Waltraut Haas
Eppendorf. Sommer in Hamburg: Im feuchtwarmen Klima sprießt das Grün allerorten – so auch an Eppendorfs Straßenrändern. „Viel zu hoch!“ finden Jutta und Wolfgang Diekmann. Und tatsächlich: An den Straßenrändern der Goernestraße etwa gedeiht der gewöhnliche Beifuß aus der Gattung „Artemisia“ – bis zu mannshoher Wuchshöhe. Deshalb hätten Anwohner an der Kreuzung Goernestraße, Ecke Heilwigstraße schon zur „Selbsthilfe“ gegriffen, sie ließen das Unkraut abmähen. Jetzt ziert kurzer Rasen die Straßenecken der Kreuzung. „Es muss ja nicht schön aussehen, aber doch wenigstens ordentlich und gepflegt.“ finden die Diekmanns. Auch an der Martinistraße gegenüber des UKE-Eingangs schieße das Kraut. Besonders unangenehm wuchert der Beifuß um die Ecke im Gaedechensweg. Hier haben die Pflanzen schon die Gehwegplatten erobert – bis auf einen schmalen Pfad von etwa 50 Zentimetern. Wer denn überhaupt zuständig ist für das „Straßenbegleitgrün“, wissen die Anwohner nicht. Hans-Hermann Lahtz, Leiter des Fachbereichs Stadtgrün vom Bezirksamt Nord schafft Aufkärung: Das „Straßenbegleitgrün“ falle in seine Zuständigkeit. „Die Straßenränder werden von uns regelmäßig gemäht.“ erklärt Lahtz auf Anfrage. „Oberste Priorität hat allerdings die Verkehrssicherung, die Optik ist für uns zweitrangig.“ Anwohnerinitiativen werden im Bezirksamt übrigens gerne gesehen: „In Absprache mit uns gibt es schon Patenschaften: zur Bepflanzung von Baumscheiben etwa.“ berichtet Lahtz.
Wer eine Patenschaft wünscht, kann sich melden unter
t 42804-6052 (wh)
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