ASB Hamburg startet „Campgarden“ in Groß Borstel

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Alle packen mit an und haben Spaß beim gemeinsamen Gärtnern Foto: ASB

Flüchtlinge und Ehrenamtler bepflanzen die Flüchtlings-Unterkunft Papenreye

Groß Borstel Vor genau einem Jahr hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Hamburg die Erstaufnahmeeinrichtung (EA) Papenreye übernommen. „Dem ASB ging es seit Beginn immer schon darum, den geflüchteten Menschen ein Gefühl von „Willkommen“ zu vermitteln – keine leichte Aufgabe in Anbetracht der räumlichen Gegebenheiten“, sagt Uta Warnholtz, die das Projekt „Campgarden“ für den ASB Hamburg begleitet. So entstand die Idee, die Unterkunft gemeinsam schöner zu gestalten. Mit dem Verein Hilldegarden e.V., der sich seit zwei Jahren an der Planung und zukünftigen Nutzung eines Stadtgartens auf dem Feldstraßen-Bunker engagiert, wurde genau der richtige Partner gefunden. Getreu dem Motto „transparent, für alle und jederzeit offen“ wurde ein Konzept entwickelt, das nicht nur die EA begrünen, sondern den Flüchtlingen auch eine Kontaktplattform bieten soll. Gärtnern als Brücke für den Dialog und interkulturellen Austausch.

Das Projekt


Eine Gruppe Ehrenamtlicher von ASB und Hilldegarden sowie ganz junge und ältere Flüchtlingen bauten gemeinsam Hochbeete. Zudem wurden heute unter Mithilfe aller die zahlreichen Pflanzenspenden von pflanzmich.de fachgerecht eingepflanzt und versorgt. Der von der BürgerStiftung Hamburg koordinierte Fonds „Ehrenamt & Flüchtlinge“ und der Online-Shop für Gartenpflanzen „pflanzmich.de“ hatten der Erstaufnahme Geld bzw. Pflanzen im Wert von über 3.000 Euro gespendet. Darunter waren nicht nur Zierpflanzen, sondern vor allem auch essbare Pflanzen wie Minze für den Tee, Kräuter, Gemüse- und Obstpflanzen. „Jeden Mittwoch erzählen uns die Bewohner, wie gut es ihnen tut, arbeiten zu können. Dabei ist die Tätigkeit auch noch eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Projektleiterin Uta Warnholtz.

Gelebte Integration


Frank Zimmermann, Abteilungsleiter der ASB Flüchtlingshilfe bedankte sich bei allen Beteiligten für das tolle Engagement. „Hier geht es nicht nur darum, die Unterkunft schöner zu gestalten, sondern unseren Bewohnern ein Gefühl von einem vorläufigen Zuhause zu bieten. Die Begeisterung und das Engagement sowohl der Ehrenamtlichen als auch der Flüchtlinge, kann man wirklich als gelebte Integration bezeichnen, das macht Freude“, sagt Zimmermann. (wb)
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