Auf der Gartenschau den Pfad zum Leben zeigen

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‚Himmlische Wohnungen‘ auf der igs: Lebenspfadfinder Wolfgang Helm steht als Ansprechpartner bereit Foto: Krause

Wolfgang Helm ist einer von 200 christlichen Helfern auf der igs

Von Franz-Josef Krause
Hummelsbüttel. Eigentlich hat Wolfgang Helm genug um die Ohren. In Steilshoop spielt er sonntäglich die Orgel, in Langenhorn unterstützt er einen Kirchenchor. In unterschiedlichen Ensembles bringt er sich als Instrumentalist ein. Im vergangenen Jahr ging er den Jacob-Weg von Saint-Jean-
Pied-de Port nach Santiago de Compostela. Damals auch reifte in Wolfgang Helm der Entschluss, Lebenspfadfinder zu werden. Die wurden damals für die Internationale Gartenschau gesucht. ‚In 80 Gärten um die Welt‘ lautet deren Motto – Gärten, die auch ein religiöses Spiegelbild der Welt zeigen sollen.
Für die Kirche im Einsatz
Vertreter der fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum planten einen gemeinsamen Garten, bestehend aus fünf Einzelgärten, die Geschichte, Ideen und Vorstellungen ihrer Religion repräsentieren. Pfade, Lebenspfade, bietet der Garten der Christen an. „Du zeigst mir den Pfad zum Leben“ heißt es im Psalm 16. Zwar wird sich hier keiner verirren können, doch so sinnhaft die einzelnen Stationen dieses Pfades für Insider auch sein mögen – nicht jeder Besucher bringt einen christlichen Hintergrund mit. Gut 200 Frauen und Männer beider großen christlichen Kirchen stehen deshalb erklärend und zuhörend als Lebenspfadfinder bereit. Keinesfalls nur Rentner. „Wir haben hier fast alle Berufsgruppen vertreten“, sagt Pastorin Corinna Peters Leimbach „die Ruheständler sind in der Überzahl, doch es gibt nicht wenige Ehrenamtliche, die sich extra Urlaub genommen haben oder nur am Wochenende eingesetzt werden. An einem Info-Abend haben wir die Aufgabe vorgestellt. Wer dann bereit war mitzumachen, wurde einen ganzen Tag intensiv vorbereitet.“ Erkennbar sind sie übrigens an den knallroten Westen mit der Aufschrift Lebenspfadfinder(in) auf dem Rücken.
Auch der Hummelsbüttler
Wolfgang Helm. „Wir sind fünf Pfadfinder je Schicht“ berichtet er dem WochenBlatt, „wir
drängen uns den Besuchern nicht auf, aber viele Gespräche ergeben sich auf dem ‚Pfad zum Leben‘ wie von selbst.“ Besonders eindrucksvoll findet
Helm den aus den ‚Althölzern‘ vieler Kirchen entstandenen großen Abendmahlstisch – symbolisiert er doch das alle Christen verbindende Glaubenselement. Hier und besonders an der von Konfirmanden gebauten Lehmwand mit den ‚Himmlischen Wohnungen‘, Nischen, in denen Kerzen entzündet werden können, suchen Menschen das Gespräch. Das ‚Vaterunser‘ in 80 Sprachen lädt zum Stöbern ein; eine Hinderniswand macht besonders den jungen Besuchern Spaß. So wie Wolfgang Helm der Einsatz als
Lebenspfadfinder auf der IGS.
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