„Bauhütte“ am Alsterufer wird saniert

Anzeige
Das Gebäude der „Stiftung Haus Bauhütte“ ist direkt an der Alster gelegen Foto: Krause

Klein aber fein: Preiswerte Studentenwohnungen bekommen dank Lotteriesparer Bad und WC

Alsterdorf Die Wohnanlage für Studierende der „Stiftung Haus Bauhütte“ direkt am Alsterlauf beherbergt bereits seit 1969 Studenten. Jetzt sollen sie die kleinen Zimmer renoviert werden. Der Name der Stiftung deutet den Ursprung an: 1958 war es Erich Roggenbuck, der stellvertretende Oberbaumeister der Bau-Innung Hamburg, der für den Bau eines Wohnheims für Studenten des Baugewerbes erhebliche Bar- und geldwerte Bauleistungen in Aussicht stellte. Weitere Stifter kamen hinzu. Dass der ursprünglich von der Stadt zugesagte Bauplatz in der City Nord für eine Handelsschule damals „zweckentfremdet“ wurde, erwies sich für die heutigen Bewohner als Glücksfall. Denn der „Ersatz“, das großzügige Gelände in der Alsterkrugchaussee 212 -214 mit unmittelbarer Alsteranbindung, bietet nun 245 Studenten aus 40 Nationen nicht nur preiswerte, sondern auch optimal gelegene Wohnmöglichkeiten.

Mehr Frauen in Wohnungen


Der Tradition der Stifter verpflichtet sind Studenten rund um das Baugewerk bei der Vergabe der Unterkünfte im besonderen Fokus. „Wir haben aber heute auch Bewohner aus baufernen Fakultäten“, berichtet Kerstin Turner, Leiterin der Einrichtung. Und weiter: „Früher waren es ausschließlich männliche Bewohner, so haben in diesem Jahr erstmalig die Frauen die Nase vorn.“ Nicht nur die Nähe zum UKE macht das Schmuckstück an der Alster für angehende Mediziner interessant – auch die im erweiterten Umfeld lehrende Hochschule für Musik und Theater bringt künstlerische Akzente an das Alsterufer. Kleine Schattenseite – die angebotenen Räumlichkeiten sind für heutige Verhältnisse mit zwölf Quadratmetern recht klein. Ohne eigenes WC, Dusche und mit Gemeinschaftsküche sind sie zudem recht spartanisch eingerichtet. Die jungen Leute fühlen sich hier dennoch sehr wohl. Eine überdurchschnittliche Verweildauer belegt das eindrucksvoll. Zur Beliebtheit der „Bauhütte“ tragen außer den verschiedenen Wassersportmöglichkeiten weitere Angebote und das gute Wohnklima bei. „Ich habe zwar keinen Alsterblick und auch keine eigene Nasszelle“, so der Medizinstudent Janis Luca Dänekas aus Bregenz, „doch ich fühle mich hier sehr wohl“. Die Stiftung Bauhütte wurde in diesem Jahr mit Mitteln aus den Erträgen des Lotteriesparens der Haspa bedacht. „Bei der Entscheidung – Räume vergrößern und modernisieren oder kleine Zimmer mit Nasszellen zu versehen, haben wir uns für klein aber fein entschieden und damit das bisherige Platzangebot beibehalten“, berichtete Joachim Apel, Vorsitzender der Stiftung. Das Geld der Lotteriesparer sorgt so mit dafür, dass zukünftig einige Studenten mehr sagen können: „Ich habe ein Zimmer mit Ausblick – sowie Dusche und WC.“ (fjk)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige