Bequemer Posteinwurf in Hamburg

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Briefe vom Auto in den Briefkasten. Das gibt es in Hamburg nur am Siemersplatz. Die CDU möchte diesen Postwurf auch in Eppendorf und Winterhude einführen Foto: Hanke

Bezirksamt prüft, ob auch in Eppendorf „Auto-Briefkästen“ möglich sind

Von Christian Hanke
Hamburg. Posteinwerfen vom Auto aus, quasi im Vorbeifahren. Das ist seit der vergangenen Woche am Siemersplatz in Lokstedt wieder möglich. Wegen der Umbauten zur Busbeschleunigung war der Briefkasten am Ende der Nebenfahrbahn vor den Läden an dem belebten Platz zunächst abgebaut, dann aber nach massiven Anwohnerprotesten wieder aufgestellt worden. Der Posteinwurf per Auto wurde von den Lokstedtern angenommen.
Warum also nicht auch in Eppendorf und Winterhude? Zwei Nebenfahrbahnen vor Geschäften, denen am Siemersplatz ähnlich, bieten sich für die Aufstellung eines Briefkastens am Fahrbahnrand an: in der Eppendorfer Landstraße zwischen Hayn- und Lenhartzstraße an der Fahrbahn stadteinwärts, und am Winterhuder Marktplatz an der Einmündung der Ohlsdorfer Straße. Die CDU Hamburg-Nord kann sich für diese Art des schnellen Posteinwurfs an diesen Stellen begeistern und stellte einen entsprechenden Antrag im Ausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord für Verkehr, Umwelt und Verbraucherschutz. Der Bezirksamtsleiter wurde darin aufgefordert, sich bei der Post für Briefkästen an den beiden benannten Stellen in Eppendorf und in Winterhude einzusetzen. Sollten diese im Rahmen eines Pilotprojektes aufgebaut werden, möge das Bezirksamt die Akzeptanz evaluieren und sich bei Erfolg unter Mithilfe von Bürgern und Institutionen der Stadtteile für weitere geeignete Standorte dieser Briefkästen einsetzen. Der Antrag wurde mit den Stimmen von SPD und Grünen abgelehnt, aber in einen Prüfantrag umgewandelt. Das Bezirksamt hat nun die Rahmenbedingungen für die Aufstellung der Briefkästen am Straßenrand zu prüfen.
Die Deutsche Post beabsichtigt übrigens nicht, das Erfolgsmodell vom Siemersplatz auszubauen. „In Lokstedt hat sich die Aufstellung dieses Briefkastens aus lokalen Gründen ergeben“, begründet Martin Grundler, der Sprecher der Post in Hamburg die Einmaligkeit dieses gelben Kastens. Vielleicht folgen ja lokale Initiativen in Eppendorf und in Winterhude.
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