Bürger wollen Treffpunkt

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Mehr als 100 Alsterdorfer kamen zur ersten Stadtteilversammlung Foto: flü

Alsterdorfer mit vielen Ideen für ihr Quartier. 2016 wird weiter geplant

Alsterdorf „Grün, ruhig, citynah – alles da in Alsterdorf?“ Zu dieser Frage luden die Martin Luther Gemeinde, der Bürgerverein Alsterdorf und Q8, einem Projekt zur Quartierentwicklung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zur ersten Stadtteilversammlung in die Martin-Luther-Kirche. „Trotz schlechten Wetters und begrenzter Werbung haben wir 106 Teilnehmer gezählt, die von der Altersstruktur bunt gemischt waren. Ein sehr gutes Ergebnis, wie wir finden“, freut sich Wolfgang Kopitzsch, Vorsitzender im Kirchengemeinderat. Der Bedarf an Austausch darüber, was die Menschen im Stadtteil bewegt, was ihnen fehlt, in welchen Bereichen Unterstützung gewünscht wird und wofür Anwohner sich engagieren möchten, ist offensichtlich groß. „Selten habe ich eine Versammlung in dieser Intensität erlebt“, resümiert der ehemalige Bezirksamtsleiter Nord Kopitzsch. Nach einer Einführung mit den sozialen Daten rund um den Stadtteil von Susanne Otto, stellvertretende Leiterin des Fachamtes Sozialraummanegement des Bezirksamtes Nord tauschten die Teilnehmer sich aus, sammelten Ideen und Verbesserungsvorschläge.

Wunsch nach besserer Gastro-Szene


Eine lebendige Gastronomie-Szene, ein Treffpunkt für die Menschen im Quartier, Informationsbörse über das Stadtteilleben, menschliches Miteinander, barrierefreier Zugang der U-Bahnstation Alsterdorf, individueller Einzelhandel und die Gestaltung und Öffnung von Kinderspielplätzen waren einige der Themen, die diskutiert wurden. Zu den Schwerpunktthemen „Treffpunkt“, „Kulturelles“ und „Verkehr und Stadtteilentwicklung“ bildeten sich Arbeitsgruppen.
„Kultur“ und „Treffpunkt“ sind auch die Themen, die Hilde Lüders, Vorsitzende des Alsterdorfer Bürgervereins, umtreiben: „Eine Begegnungsstätte ist für uns sehr wichtig, denn wir haben kein Zuhause und auch die Kirche hat keinen Versammlungsraum.“
Sie plädiert aber auch dafür, kleinschwellig anzufangen: „Ein Schaukasten mit Informationen, der regelmäßig gepflegt wird, ist auch wichtig.“ Kathrin Leven, Projektleiterin von Q8, das auch schon den erfolgreichen Winterhuder „Tischnachbarn“ ins Leben gerufen hat, verdeutlichte, warum die Eigeninitiative der Menschen vor Ort so entscheidend ist: „Ich kann als Quartiersentwicklerin der Meinung sein, etwas fehlt im Stadtteil und das gemeinsam mit Profis aufbauen. Aber es zeigt sich immer wieder, dass sinnvolle und nachhaltige Projekt nur gelingen, wenn sie von den Menschen vor Ort selbst gewollt, initiiert und getragen werden.“ (flü)

Die nächste Versammlung ist Ende Februar 2016 geplant. Kontakt zu den Arbeitsgruppen gibt es bei Kathrin Leven von Q8 unter k.leven@q-acht.net und im Gemeindebüro der Martin Luther Kirche, Telefon: 514 918 73, E-Mail: martin-luther@alsterbund.de
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1 Kommentar
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Kai Debus aus Alsterdorf | 15.12.2015 | 14:25  
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