Der Leinpfad soll Fahrradstraße werden

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Radfahrer werden wohl bald bevorrechtigt den Leinpfad durchfahren können. Die Straße soll Fahrradstraße werdenFoto: Hanke

SPD/Grüne wollen Fehler vom Harvesterhuder Weg vermeiden. CDU kritisiert Informationspolitik und Kosten

Winterhude Der Leinpfad soll auf ganzer Länge Fahrradstraße werden. Das wird der Regionalausschuss Eppendorf / Winterhude am Montag, 15. Februar, voraussichtlich mit der Mehrheit von SPD und Grünen beschließen. Damit wird eine alte Forderung der Grünen verwirklicht, die von der SPD/FDP-Koalition in Hamburg-Nord vor 2014 noch gemeinsam mit der CDU abgelehnt worden war. Die SPD hatte allerdings schon damals Sympathie für die Umwandlung des Leinpfads in eine Fahrradstraße signalisiert, wollte sich nur nicht für eine Einzelmaßnahme einsetzen, da die Verkehrsbehörde beabsichtigte, die Veloroute 4, die durch den Leinpfad verläuft, erst 2014 bis 2016 insgesamt auszubauen. „Der Leinpfad bietet sich wegen seiner attraktiven Lage zum Fahrradfahren an. Das Autoverkehrsaufkommen ist nicht sehr hoch“, begründet Michael Werner-Boelz, der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, die Forderung seiner Partei neben der Verbesserung einer Veloroute. Er betont dabei, dass sich die Grünen die Planung sehr genau angucken werden, um Fehler zu vermeiden wie sie im Harvestehuder Weg kritisiert wurden. 4,50 Meter soll die Fahrradstraße Leinpfad breit sein. Straßenentwässerung und Parkraum werden bei dem Umbau neu geordnet. Die Fahrradstraße wird an den Kreuzungen durch Aufpflasterungen erkennbar gestaltet. Die Gehwege werden verbessert. Von den derzeit über 400 Parkplätzen bleiben 325. In der Vorplanung wurde allerdings nur eine Belegung „im Mittel“ von rund 260 Stellplätzen registriert, wie der Senat in der Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Jens Wolf und Dennis Thering mitteilte. Die Fahrradstraße soll an der Kreuzung Klärchen-/Goernestraße und an der Einmündung Mövenstraße „bevorrechtigt“ sein. Die Kosten des Umbaus belaufen sich 1,38 Millionen Euro. Die CDU ist nicht mehr prinzipiell gegen die Fahrradstraße im Leinpfad, kritisiert aber das bisherige Informationsverfahren des Bezirksamtes, insbesondere, dass vor der Information der Anwohner und der Kommunalpolitiker die Meinung der „Träger öffentlicher Belange“ eingeholt wird. „Es ist wieder gegen das Grundprinzip verstoßen worden, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald Pläne vorliegen“, ärgert sich der CDU-Bezirksabgeordnete Bernd Kroll, der sich vorstellen kann, eine gemeinsam mit den Anwohnern entwickelte Fahrradstraße zu befürworten. Die CDU kann außerdem die Höhe der Kosten für diese Maßnahme nicht verstehen. Zu teuer für eine Einzelmaßnahme, laute ihr erstes Urteil. (ch)
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