Ein echter Feierabendpolitiker

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Werner Sobotzik (FDP) engagiert sich derzeit für den Aufbau der Schule „Werkhaus Münzviertel“. Foto: Hanke

Werner Sobotzik setzt sich für das „Werkhaus Münzviertel“ ein

St. Georg. Gemeinschaftssinn liegt ihm am Herzen, Dr. Werner Sobotzik, FDP-Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. Nicht das Thema, was man zuallererst bei den Freien Demokraten vermuten würde. Aber der Musikwissenschaftler Werner Sobotzik weiß, wovon er redet. Seit 1985 lebt er in St. Georg, kennt die Entwicklung in diesem Stadtteil mit allen seinen Gruppen und Fraktionen. Menschen eine neue Chance geben, die frühere nicht genutzt haben oder nicht nutzen konnten. Ein Anliegen von Werner Sobotzik. „All´ die Hilfseinrichtungen in St. Georg müssen bleiben, sind wichtig für die einzelnen Gruppen, die auf sie angewiesen sind. Viele Menschen, die in Not sind, suchen Zuflucht in St. Georg“, betont der FDP-Politiker.
Derzeit engagiert er sich ganz besonders am südlichen Rand von St. Georg, im Münzviertel. Unterstützt dort den Aufbau der Modellschule „Werkhaus Münzviertel“ an der Rosenallee. Hier sollen Schulabbrecher in den vier Werkstätten Grün, Tuch, Küche und Holz auf das Berufsleben vorbereitet werden. „Junge Menschen, die aus dem sozialen Gefüge herausgefallen sind, verdienen eine zweite Chance. Wir müssen für sie Perspektiven schaffen, damit sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen können“, erläutert Sobotzik. Was den FDP-Politiker an dem Projekt „Werkhaus Münzviertel“ besonders anspricht, ist die Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit.
Sein Engagement für die zweite Chance dürfte auch persönliche Wurzeln haben. Sobotzik wurde in Polen geboren, kam als Jugendlicher in die Bundesrepublik und erhielt dort eine neue Chance, um sein Leben zu gestalten. Er kam mit jungen Menschen der Friedrich-Naumann-Stiftung in Berührung und so zur FDP. Eigenständigkeit und Eigenverantwortlchkeit sind für ihn wichtige Werte, ebenso wie Interessenausgleich.
Sowohl am Hauptbahnhof als auch in Sachen Prostitution in St. Georg strebt Sobotzik eine Berücksichtigung aller Interessen an. „Ich kann verstehen, dass die Bahn den Platz vor dem Hauptbahnhof für Reisende sauber halten will. Genauso wichtig ist es, die Obdachlosen nicht zu vertreiben. Sowohl der öffentliche wie der private Raum müssen geschützt werden. Gegenseitiger Respekt ist sehr wichtig“, stellt Werner Sobotzik klar. Ebenso hält er bezahlbaren Wohnraum, aber auch den Erhalt alter Bausubstanz in St. Georg für gleichermaßen wichtig. Letzteres kostet allerdings viel Geld. Dann steigen natürlich die Mieten. „Wir dürfen das Viertel nicht sich selbst überlassen und wir müssen Härten abmildern“, findet Sobotzik, der auch Mitglied im Kulturausschuss ist und sich für den Erhalt von alter Bausubstanz einsetzt.
Der Musikwissenschaftler arbeitet für einen großen Musikverlag, entwirft unter anderem Spielpläne von bedeutenden Opernhäusern. Da bleibt in der Woche kaum Zeit für die Politik, dafür arbeitet er regelmäßig am Wochenende: Ein echter Feierabendpolitiker. (ch)

Werner Sobotzik, geboren in Polen, lebt seit 1985 in
St. Georg. Er ist seit einem Jahr Abgeordneter in der
Bezirksversammlung Hamburg-Mitte als Nachrücker. Mitglied im Kultur-, City- und
Bildungsausschuss.
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