Ein Fest für dicke Backen

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Die Jüngste und der Zweitälteste: Christina Fast (19) und Hans-Joachim Holst (59)Foto: Hanke

Posaunenchor feiert 50-jähriges Bestehen in der Martinuskirche

Eppendorf. Die jüngste ist 19 Jahre alt, der älteste 65. Auch die berufliche Bandbreite ist groß beim Posaunenchor St. Martinus. Rechtsanwälte, Sozialpädagogen, Ärzte, Ingenieure, Studierende und IT-Manager blasen hier mit dicken Backen in Trompeten, Tenorhörner und eben Posaunen. 50 Jahre geht das jetzt so und deshalb feiert man am 21. September das entsprechende Jubiläum. Natürlich mit einem Festkonzert. Um
18 Uhr geht´s los in der Martinuskirche, Martinistraße 31. „50 Jahre und kein bisschen leise“, lautet das Motto. „Viele ehemalige Chormitglieder werden kommen. Zwei frühere Chorleiter werden dirigieren“, sagt Hans-Joachim Holst, mit 59 Jahren der zweitälteste der derzeit 14 Mitglieder des Posaunenchores.

An Nachwuchs mangelt‘s

Mit ungefähr dieser Musikerstärke hat es auch vor 50 Jahren begonnen. „Die Mitgliederzahl ist immer ungefähr gleich geblieben“, erzählt Hans-Joachim Holst. Beachtlich für einen Posaunenchor, denn so viele gibt es nicht mehr in Hamburg. Die Posaunisten und Trompeter aus Eppendorf werden langsam eine Rarität. Oft mangelt es am Nachwuchs. Auch der Chor von St. Martinus kann selbst keine jungen Musikerinnen und Musiker an die Blasinstrumente heranführen. Immerhin ist der Chorleiter Hans-Georg Spiegel Dozent an der Jugendmusikschule und bringt mitunter Nachwuchsbläserinnen und -bläser mit. Über ihn ist auch das jüngste Chormitglied, die 19-jährige Christina Fast, zu den Blechbläsern von St. Martinus gekommen. Sie begeistert sich seit der fünften Klasse für die Blasinstrumente, spielt Euphonium und Tenorhörner. Wie sie haben die meisten Chormitglieder irgendwann Unterrichtsstunden genossen. Sie bezeichnen sich aber als Laien. Die Lust an Tuba, Posaune und Trompete treibt sie an. Und sie kommen nicht nur aus Eppendorf und Umgebung, sondern auch aus Oststeinbek, Altona oder Eidelstedt. Die meisten aber sind Eppendorfer und der Kirchengemeinde St. Martinus eng verbunden. Einmal in der Woche wird geübt (dienstags von 20 bis 22 Uhr). Sechsmal im Jahr spielt der Posaunenchor in der Martinuskirche. Aber er wird auch von Nachbargemeinden oder Altentagesstätten angefordert, kann auch für Feiern aller Art gebucht werden. Und welche Musik wird geboten? „Wir spielen alles vom Barock bis zur Moderne“, erläutert Hans-Joachim Holst. Mit Schwerpunkt auf der Kirchenmusik. Improvisiert wie beim Jazz wird hier nicht. „Wir halten uns an Noten“, stellt Holst klar.

Wer macht mit?

Der Posaunenchor ist offen für „alle Qualitätsstufen“, so Hans-Joachim Holst. Wer mitwirken möchte, kann am Dienstag um 20 Uhr in die Martinuskirche, Martinistraße 31, kommen, oder unter t 48 78 39 melden. (ch)
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