Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

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Die Markuskirche bildet das religiöse Zentrum des Eppendorfer Wegs. Fotos: Hanke

Der Eppendorfer Weg im Wandel der Zeit

Hoheluft. Eine quirlige lebendige Wohn- und Geschäftsstraße ist er, der Eppendorfer Weg, die alte Verbindung aus dem Grenzgebiet zu Altona über Eimsbüttel und Hoheluft nach Eppendorf. Insbesondere der östlichste Abschnitt zwischen Hoheluftchaussee und Lehmweg hat Charme. Hier sind die meisten alten Etagenhäuser aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert und einige langjährige Ladengeschäfte erhalten geblieben. Dazu reihen sich vor allem zwischen Löwenstraße und Lehmweg fast nahtlos Restaurants, Bistros und Kneipen aneinander. Ein soziales und geistiges Zentrum bildet die St. Markuskirche mit ihren vielen Angeboten und einem regen Gemeindeleben.
Ein schönes Altbauviertel, nicht billig zu wohnen, aber mit nicht ganz so ausgeprägtem Glamour-Schick wie Eppendorf. Man ist hier eben in Hoheluft-Ost und Alteingesessene sowie so manche neu Hinzugezogene wissen die gute Nachbarschaft untereinander zu schätzen. Diese Umstände werden gern als feine Unterschiede zum berühmten Nachbarn Eppendorf aufgezählt.
Alter Weg nach Eppendorf
Zu dem man einst gehörte. Erst 1939 wurde Hoheluft wegen der ernormen Bevölkerungsdichte von Eppendorf abgetrennt und nach dem Zweiten Weltkrieg sogar noch in die beiden Stadtteile Hoheluft- West und Hoheluft-Ost unterteilt, die noch heute zu den am dichtesten bebauten Gebieten Hamburgs zählen. Hoheluft-Ost ist außerdem mit 0,58 Quadratkilometern der kleinste Hamburger Stadtteil. Der Eppendorfer Weg ist, wie sein Name schon sagt, ein alter Weg nach Eppendorf. Von der Eimsbütteler Chaussee führte er ursprünglich nur bis zur Hoheluftchaussee. Seit 1863 trägt er offiziell seinen heutigen Namen.
Die Markuskirche
Der östliche Abschnitt, in dem das Straßenfest statttfindet, trug zunächst den Namen Adlerstraße, benannt im Rahmen einer Motivgruppe Tiere, von der auch die Querstraßen Falkenried und Löwenstraße ihre Namen haben. Die Adlerstraße endete vom Lehmweg kommend zunächst kurz hinter dem Falkenried und wurde erst 1898 zur Hoheluftchaussee durchgebrochen.
In diesem Jahr wurde sie außerdem nach der alteingesessenen Hamburger Familie Goßler in Goßlerstraße umbenannt. 1950 wurde der Eppendorfer Weg dann um die Goßlerstraße bis nach Eppendorf verlängert, weil es im 1937 nach Hamburg eingemeindeten Blankenese bereits eine Goßlerstraße gab.
Das bedeutenste Gebäude am Eppendorfer Weg ist die 1899 fertiggestellte Markuskirche, die evangelische Kirche von Hoheluft. Die rund 30.000 Menschen im Hoheluft der 1890er Jahre fühlten sich nicht mehr ausreichend von der Eppendorfer Johanniskirche betreut, was zur Gründung einer eigenen Kirchengemeinde in Hoheluft führte.
Das neugotische Gotteshaus wurde auf einem Teich errichtet und im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört. Als eines der ersten Hamburger Gotteshäuser wurde die Markuskirche 1948/9 als Bartning-Notkirche wiederaufgebaut, einer von dem Kirchenarchitekten Otto Bartning für das zerstörte Deutschland aus Fertigbauteilen entwickelten Kirchentyp.
Die Kirche, das 1960 erbaute Gemeindehaus, das in den nächsten Jahren durch einen Neubau ersetzt wird, und der 1973 errichtete Kidnergarten umgeben einen Kirchplatz, der für Freiluft-Veranstaltungen genutzt wird. (ch)
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