Ein malender Architekt

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Hermann Hinrichsen ist begeistert von der Aquarell-Malerei Foto: Flüß

Hermann Hinrichsen plant Postkarten-Serie von Winterhude

Winterhude „Aquarellmalerei ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang“, fasst Hermann Hinrichsen seine Faszination für die Maltechnik mit Wasserfarben zusammen. Bis zum 31. März stellt der Winterhuder seine Hamburg-Motive, Reisebilder und Porträts aus. Der 67-jährige Architekt im Ruhestand hat „wenn man meiner Mutter glauben darf schon mit einem Jahr gezeichnet.“ Als Hinrichsen mit 30 Jahren die Malerei für sich entdeckte, war das für den Architekten Kontrollverlust und Aufgabe von Konditionierungen zugleich. „Einer meiner Mallehrer sagte zu mir: Man merkt sehr deutlich, dass Du Architekt bist. Du versuchst immer, die Erwartungen anderer zu erfüllen“, erinnert sich Hinrichsen. Er ließ sich auf das Abenteuer Aquarellieren ein: „Die Technik ist emotionaler, die Bilder werden immer anders als vorher gedacht. Es ist ein Ausgleich zum rationalen Zeichnen und zur Architektur.“ Mittlerweile unterrichtet er selbst Aquarell-Kurse im Goldbekhaus und ist Mitglied der Hamburger Aquarell Werkstatt. In Hinrichsens Werken mischen sich die Techniken zum Teil. Ansichten der Hafen City entstanden beim Blick durch ein Loch im Bauzaun als Skizze zuerst auf dem Zeichenblock und wurden im Atelier zum Aquarell. Hafenkräne, Maschinen oder Baustellenfahrzeuge erhalten durch bunte Wasserfarben, die keine strengen Formen einhalten, etwas Verspieltes. Auch von seinem Stadtteil Winterhude ist er fasziniert. Den Schinkelplatz hat er mehrfach gemalt. Eine Postkarten-Serie mit typischen Winterhude-Motiven rund um den Schinkelplatz, von den Kanälen, Stadtpark und Alsterufer ist in Vorbereitung. Hinrichsen bringt seine Liebe zum Quartier aber nicht nur aufs Papier, sondern engagiert sich auch für Nachbarschaftsprojekte wie den Winterhuder Tischnachbarn oder in der Bürgerinitiative „Wir sind Winterhude“: „Hier ist es gerade am Kippen, es wird immer enger und immer dichter. Aber es ist trotzdem lebenswert hier!“. (flü)

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. März in den Räumen von Sopra Steria Consulting, Hans-Henny-Jahnn-Weg 29 zu sehen. Weitere Informationen unter 603 66 62
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