Ein Viertel im Baufieber

Anzeige
Die Mietswohnhäuser der Stiftung John Fontenay Testament stehen schon im Rohbau Foto: Hanke
 
Diese Mietswohnhäuser baut die Stiftung John Fontenay Testament. Im August sind sie fertig Foto: John Fontenay Testament

Wohnhäuser an der Fontenay im August fertig. Luxushotel eröffnet 2016

Rotherbaum Es wird gebaut zwischen Fontenay, Badestraße, Alsterufer und Mittelweg. Das ganze Viertel ist fast eine einzige Baustelle. Gleich drei Bauvorhaben sind im Entstehen, alle mit prominenten Namen behaftet, originell, einzigartig oder einer Tradition verpflichtet. Zwei werden auf dem alten Fontenay-Gelände realisiert, dem Besitz der Erben des Kaufmanns John Fontenay, der hier 1819/20 eine abgeschlossene Gartenhauskolonie anlegte.
Daran erinnert der Name des Hotels, das hier an Fontenay und Alsterufer entsteht: „The Fontenay“, ein Hotel, das alle Hamburger Gasthäuser an Luxus und Komfort übertreffen soll. Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne setzt hier neue Maßstäbe: 130 Zimmer mit je 45 Quadratmetern Fläche, 20 Residenzen mit Service (180 Quadratmeter), die Präsidentensuite mit 200 Quadratmetern sowie 110 weitere Suiten sind geplant. Die Fundamente sind bereits fertig. Das Erdgeschoss wird gerade gebaut. „Wir sind genau im Plan. Es gibt extrem wenig Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung. Nur in Details. Das ist ungewöhnlich für ein Bauvorhaben“, freut sich Amadeus Albrecht von MPP Meding Plan + Projekt, die das Projektmanagement für das Hotel leiten. Neue Partner für Innenarchitektur und Technik sind hinzugekommen. Der Eröffnungstermin im Sommer 2016 stehe unverändert. Eine Neuigkeit gibt es von dem Hotelgelände allerdings doch zu vermelden. Das geplante Restaurant an der Badestraße, die neue Osteria Due von Alice von Skepsgardh, wird es nicht geben. Anwohnerproteste haben diese Planung von Klaus-Michael Kühne verhindert. „Die Anwohner befürchteten zu viel Verkehr, zu viel Lärm“, berichtet Amadeus Albrecht. Wie das Gebäude, in das das Restaurant einziehen sollte, nun genutzt wird, ist noch völlig offen. Gebaut wird es in jedem Fall.
Gleich neben dem The Fontenay, auf dem früheren Parkplatzgelände des Vorgängers, des Hotels Intercontinental, baut die Stiftung John Fontenay Testament drei viergeschossige Mehrfamilienhäuser (die beiden Flügelbauten mit Staffelgeschoss) mit 39 Wohnungen, die Fontenay Terrassen, „im sogenannten gehobenen Wohnungsbau“, so Stiftungs-Vorstandsmitglied Eduard Felix Brinkama. Baukosten: 13,5 Millionen Euro.
Die Mietwohnungen sollen im 3. Quartal 2015 fertiggestellt sein. Damit verwirklicht die Stiftung einen alten Plan. Bereits 2006 wurden das Baufeld aus dem Erbbaurecht des Hotelgrundstücks herausgelöst. Infolge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der ehemaligen Erbbauberechtigten (Grod Hotel GmbH) verzögerte sich jedoch die Realisierung des Bauvorhabens um einige Jahre. Unter dem Grundstück entsteht eine Tiefgarage für 107 Stellplätze für die Fontenay-Wohnungen und das künftige Hotel. In der Verlängerung der Fontenay-Allee wird außerdem eine Hainbuchen-Allee an der westlichen Grundstücksgrenze bis zur Badestraße führen. Damit geht ein lang ersehnter Wunsch des Bezirksamts Eimsbüttel in Erfüllung.

Mini-Appartements


Ein weiterer prominenter Bauherr gestaltet die Ecke Badestraße/Mittelweg und die dahinter liegenden Flächen neu. Lars Hinrichs, Gründer des Netzwerks Xing, lässt hinter der alten Fassade des Eckhauses und im dahinter liegenden Bereich 37 Appartements in Größen von 75 bis 230 Quadratmetern entstehen. Der erste Bauabschnitt, der den Umbau des Eckhauses betrifft, mit 20 Appartements, wird voraussichtlich im September fertiggestellt sein. Für den zweiten Bauabschnitt, ein dahinter liegendes Gebäude, liegt noch keine Baugenehmigung vor. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige