Ein Wiedersehen dank Wochenblatt

Anzeige
Gesine Pansch (l.) und Wiebke Rüegg-Kulenkampff (r.) in den 1950er Jahren vor dem Haus Curschmannstraße 11. Das dritte Mädchen kannten die beiden kaum. Deren Vater machte das BildFoto: privat
Hamburg: Curschmannstraße 11 |

Gesine Pansch aus Eppendorf findet über Artikel Freundin aus Kindergarten wieder

Eppendorf Zwei Eppendorfer Mädchen haben sich wiedergefunden. Dank eines Artikels im Wochenblatt. Gesine Pansch und Wiebke Rüegg-Kulenkampff trafen vor zwei Monaten wieder zusammen. In Eppendorf, dort wo sich 1959 ihre Lebenswege trennten. Ein Artikel im Wochenblatt über die Renovierung des Kindergartens Husumer Straße brachte Gesine Pansch auf die Idee, nach ihrer Kita-Freundin zu suchen. 1955 lernten sich Gesine und Wiebke in diesem Kindergarten kennen. Beide wohnten in der Curschmannstraße. „Wir haben uns täglich gesehen“, erzählt Gesine Pansch. „Gefühlt war ich jeden Nachmittag bei Euch“, erinnert sich Wiebke Rüegg-Kulenkampff, als sie ihre damalige Freundin jetzt wiedersieht.

Aus den Augen verloren


Obwohl die beiden Mädchen schon nach einigen Monaten nicht mehr denselben Kindergarten besuchten, hielt die Freundschaft. Auch als Wiebke mit ihren Eltern 1959 nach Frankfurt zog, riss die Verbindung nicht ab. Man schrieb sich, bis beide mit etwa 40 Jahren umzogen, und sich die neuen Adressen nicht mitteilten. Gesine Pansch zog mit Familie von Essen zurück nach Hamburg. Wiebke Rüegg-Kulenkampff, die ihrem Mann mit 18 Jahren nach Zürich gefolgt war, wechselte innerhalb der Schweizer Metropole um.

Wiedersehen in Hamburg


„Der Kontakt war ausgedünnt, weil wir damals ganz mit unserer Familie und unserem Beruf beschäftigt waren. Wir hatten uns zuletzt nur noch geschrieben, was wir gerade so machen“, erzählt Gesine Pansch. Internet gab es zwar schon, aber noch nicht auf dem heutigen Stand. Erst der Wochenblatt-Artikel über die Kita Husumer Straße löste bei Gesine Pansch eine erneute Internet-Suche aus, die erfolgreich war. Sie fand ihre Eppendorfer Freundin, die als Psychotherapeutin in Zürich arbeitet. „Sie war ganz aufgeschlossen“, erzählt Gesine Pansch, die sich nicht sicher war, ob Wiebke Rüegg-Kulenkampff noch etwas von ihr wissen wollte. Der Kontakt wurde wieder aufgenommen und fand im Besuch der Züricherin in ihrer Heimat Eppendorf einen ersten Höhepunkt. Gesine Pansch wird den Besuch erwidern. Beim Wiedersehen gab’s neue Gesprächsthemen. „Wir haben reflektiert. Das haben wir mit 40 nicht gemacht. Irgendwann schätzt man es, wenn jemand von früher kommt“, so Gesine Pansch. Jetzt wollen sich die beiden nicht mehr verlieren. „Da hat sich eine Verbindung wieder aufgetan“, sagt Gesine Pansch. „Wir wollen nun nicht mehr aneinander vorbeigehen.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige