Eindrucksvolle Vorstellung

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Ein MEK-Beamter in voller Montur: Das alles braucht das Mitglied des Mobilen Einsatz Kommandos.

40 Jahre MEK

Winterhude. Ein Hubschrauber nähert sich dem großen freien Platz inmitten des Geländes der Landespolizeischule an der Carl-Cohn-Straße. Er setzt zur Landung an. Zwei komplett in dunkles Grau gekleidete Männer mit Helmen und durchsichtigem Visier vor den Augen stehen auf den Kufen außerhalb der Pilotenkabine. Kaum ist der Hubschrauber gelandet, springen sie und zwei weitere Männer im selben Outfit auf den Landeplatz, stehen und knien mit Gewehren im Anschlag.
So demonstrierten Mitglieder des Mobilen Einsatz Komandos (MEK) kürzlich anlässlich des 40-jährigen Bestehens ihrer Einheit eindrucksvoll ihre Präsenz bei Einsätzen, bei denen „Polizei an ihre Grenzen stößt“, wie Joachim Ferk, der Leiter des MEK, es formulierte.
Am 6. November 1972 wurde das MEK Hamburg wegen der damaligen Bedrohung durch die RAF aus einem Zug von Präzisionsschützen der Bereitschaftspolizei gegründet. Im Gegensatz zu vergleichbaren Einheiten in anderen Bundesländern vereint das MEK Hamburg das Spezialeinsatzkommando, Präzisionsschützeneinsätze und Observierungseinsätze. „Deshalb brauchen wir weniger Männer und haben keine Probleme mit der Koordinierung der einzelnen Abteilungen“, erläutert Joachim Ferk.
Heute liegt der Schwerpunkt der Arbeit des MEK auf der Bekämpfung von Schwerstkriminalität, bei der auch der „finale Rettungsschuss“ zur Tötung von Tätern, die Menschenleben bedrohen, erlaubt ist. Erstmalig tötete ein MEK-Mitglied in Hamburg 1974 gezielt, als ein Bankräuber am Steindamm, eine Geisel genommen hatte. Das MEK half, den Karstadt-Erpresser Dagobert festzunehmen und war auch bei der Reemtsma-Entführung im Einsatz. Diese spektakulären Taten machen aber nur einen ganz kleinen Teil der MEK-Arbeit aus. „Die meisten Einsätze finden außerhalb der Öffentlichkeit statt“, erzählt Joachim Ferk. Von manchen Festnahmen durch das MEK bekommt niemand etwas mit. Viel Zeit verbringen die MEK-Mitglieder mit langjährigen Recherchen.
Wer bei der Elitetruppe mitmachen möchte, muss gute sportliche Leistungen sowie Schieß- und Fahrfähigkeiten mitbringen. Ausdauer, Disziplin und Beharrlichkeit sind die wichtigsten Tugenden der Truppe. „Es ist eine Frage der Einstellung“, stellt Joachim Ferk das wichtigste Merkmal des MEK-Mitglieds heraus. (ch)
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