Eine besondere Aufgabe in Hamburg

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Seit zehn Jahren betreut Siglinde van Huffel (62) ehrenamtliche Hospizbegleiter Foto: Flüß

Ambulanter Hospizdienst bildet Sterbebegleiter aus. Kurs startet am 24. Mai

Hamburg. Ihre erste Begegnung mit einem Sterbenden hat Siglinde van Huffel nicht vergessen. Der Tod hat im Leben der ehemaligen Krankenschwester eine große Rolle gespielt. In den 15 Jahren als Nachtschwester im UKE betreute sie häufig Sterbende, ihr Umgang mit dem Tod hat sich dadurch verändert. Als Siglinde van Huffel vor zehn Jahren die Leitung des Ambulanten Hospizdienstes für Winterhude und den Hamburger Osten angeboten wurde, sah die heute 62-Jährige dies als Chance. Mehr als 200 Sterbende wurden in den vergangenen zehn Jahren von ihren rund 50 ehrenamtlichen Hospizbegleitern betreut. Für den neuen Ausbildungskurs zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter, der am 24. Mai beginnt, sucht van Huffel noch Teilnehmer.
„Als junge Krankenschwester war ich genau wie die Ärzte angehalten, Leben zu erhalten. Den ersten Sterbenden, dem ich im Krankenhaus begegnete, konnte ich deshalb nicht in Ruhe sterben lassen. Ich habe dauernd den Blutdruck gemessen, nur um etwas zu tun.“ Aus dieser Erfahrung hat Siglinde van Huffel gelernt, dass Menschen Ruhe zum Sterben brauchen. Deshalb ist es ihr wichtig, das Sterben in Würde zuhause zu ermöglichen und Menschen dazu auszubilden, Sterbende in der letzten Lebensphase zu begleiten. Die Sensibilisierung dafür, wann jemand gehen möchte, ist auch Teil des Ausbildungskurses, der etwa 110 Unterrichtsstunden, darunter auch ein 20-stündiges Praktikum, umfasst und Ende September 2014 mit der Übergabe der Zertifikate endet. Die Kurskosten betragen 200 Euro. Diese werden nach einjähriger ehrenamtlicher Mitarbeit beim Ambulanten Hospizdienst zurück erstattet. Niemand müsse in der Kirche sein, aber ein Glauben sei für die Tätigkeit wichtig. Auch, dass man das Eigene nach hinten schieben und sich ganz auf den Betroffenen konzentrieren könne. „Die Betroffenen spüren, dass sie sterben. Wir können nicht eingreifen, aber dabei helfen, noch letzte Dinge zu erledigen“, erklärt van Huffel. Träger des Hospizdienstes ist die Evangelische Stiftung Bodelschwingh in Kooperation mit dem Freundeskreis Oberaltenallee e.V. (flü)

Kontakt: Tel.: 278 057 58 oder 659 087 40, vanhufffel@bodelschwingh.com
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