Einigung im Gartenkrieg

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Im Februar stand Gerald Heinemann konsterniert vor seinem total verwüsteten Garten. Fotos: Hanke (pi)

Vermieter muss zahlen - Mieter zeigt sich erleichtert

Harvestehude. Dieser Fall von Verwüstung errregte Aufsehen. Vor zwei Monaten ließ der Vermieter einer Villa in der Abteistraße den Garten eines langjährigen Mieters einfach abholzen, weil der Garten ihm nicht gefiel. Mieter Gerald Heinemann, Inhaber einer Werbeagentur, rief die Polizei und ließ dem Vermieter per Gerichtsbeschluss Hausverbot erteilen.
Heinemann forderte die vollständige Wiederherstellung seines Gartens. Hausbesitzer Ludger H. klagte nun gegen diesen Ausschluss von seinem eigenen Grund und Bogen. Doch das Landgericht Hamburg gab dem geschädigten Mieter Recht und forderte die Kontrahenten auf sich außergerichtlich zu einigen.
Das ist mittlerweile geschehen. Gerald Heinemann hat dabei nicht auf die vollständige Wiederherstellung seines Gartens bestanden. Er hatte trotz der einmaligen Verwüstung seines kleinen Paradieses ein Einsehen mit dem Vermieter, denn dessen vollständige Wiederherstellung mit äußerst seltenen Pflanzen hätte den Hausbesitzer ein Vermögen gekostet. Dennoch hat Heinemann erlesene Wünsche. Eine große Magnolie, ein japanischer Kirschbaum und ein Apfelbaum, ein ausgewachsener Rhododendron als Sichtschutz, aufgelockerte Bepflanzung mit Gewächsen, die von April bis Oktober blühen und ein Kräutergarten müssen es schon sein. Ludger H. hat diesen Bedingungen inzwischen zugestimmt. Gerald Heinemann zeigte sich erleichtert: „Ich glaube, er hat´s kapiert!“ (ch)
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