Endlich Grundstein in Hamburg gelegt

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Pastor Otto-Michael Dülge (l.) und Andreas Ott, der Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Markus (r.), füllten die Blechröhre für die Grundsteinlegung des neuen GemeindehausesFotos: Hanke

Baustart für St. Markus-Gemeinde- und Wohn-Haus mit dreimonatiger Verzögerung

Hamburg. Grundsteinlegung bei St. Markus. Für das neue Gemeindehaus gegenüber der Kirche an der Heider Straße 1 wurde kürzlich die Grundsteinlegung vorbereitet. Pastor Otto-Michael Dülge füllte eine Blechröhre mit einer Urkunde über diesen Akt, mit aktuellen Zeitungen, auch einer Ausgabe des Wochenblatts, den letzten vier Gemeindebriefen, einem Buch über die Geschichte von St. Markus und einigen Münzen. Dann wurde die Röhre verlötet und Pastor Dülge und ein Verteter der Baufirma stiegen auf das Fundament des Neubaus hinunter und platzierten sie dort. Vermauert wurde die Röhre erst einige Tage später an einem dafür geeigneten Platz. Drei Kreuze machten Bauherr, Architekt und die ganze Gemeinde über diese Grundsteinlegung, denn der Bau des neuen Gemeindehauses erwies sich als schwieriger als vermutet. „Wir haben unter den Fundamenten des alten Gemeindehauses noch älteres Mauerwerk entdeckt, das wir entfernen mussten. Es war nicht mehr tragfähig“, erzählte Architekt Carsten Dohse. Auch an den Nachbargebäuden musste altes Mauerwerk entfernt werden. Das alte, im letzten Jahr abgerissene Gemeindehaus war 1959 auf einem Trümmerfeld des Zweiten Weltkrieges erbaut worden. Der Neubau verzögerte sich dadurch um drei Monate. „Jetzt sind wir aus dem Gröbsten raus“, erzählt Carsten Dohse erleichtert. Durch den milden Winter kann die Verzögerung wahrscheinlich sogar wieder aufgeholt werden, weil eine längere Baupause für die kalte Jahreszeit einkalkuliert worden war, die nun nicht in der vermuteten Länge eingehalten werden musste.
„Das alte Gemeindehaus konnte wirtschaftlich und ökologisch nicht mehr sinnvoll betrieben werden“, erläuterte Pastor Dülge die Entscheidung der Gemeinde abzureißen und neu zu bauen.
In den Neubau wird nicht nur die Gemeinde St. Markus einziehen. Es wird ein Wohnhaus mit 25 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen werden, alle barrierefrei, darunter drei Rollstuhlwohnungen, in Größen von 47 bis 108 Quadratmetern. Mit den Mieteinnahmen will die Gemeinde ihre durch Kirchenaustritte bedingte Finanznot beheben. „Der Neubau wird nicht durch Kirchensteuern, sondern nur durch Banken finanziert“, betont Pastor Dülge. Die Baukosten betragen rund sieben Millionen Euro. Um die Wohnungen braucht sich aber niemand mehr zu bewerben. Sie sind bereits alle vergeben. „Wir hätten sie doppelt vermieten können“, erzählt Pastor Dülge. Das neue Gemeindehaus soll im Frühjahr 2015 fertiggestellt sein. (ch)
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