Eppendorfer ist Autor, Musiker und Genussexperte

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Cenk Bekdemir: Autor, Songschreiber, Elvis-Interpret, Mitglied einer Feuerkunst-Theatertruppe, Musiker und Weinhändler Foto: Copyright André Byszio

Weinhändler Cenk Bekdemir bereichert mit seinen Veranstaltungen die kulturelle Szene im Stadtviertel

Von Miriam Flüß
Eppendorf
Autor, Songschreiber, Elvis-Interpret, Mitglied einer Feuerkunst-Theatertruppe, Musiker und Weinhändler – Cenk Bekdemir lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Und Kategorisierungen sind auch nicht die Sache des 45-Jährigen: „Ich finde überall etwas Gutes. Das gilt für Wein genauso wie für Musik.“ Ein Lieblingswein ist dem Eppendorfer Weinhändler deshalb nicht zu entlocken. „Mit Weinen verbinde ich bestimmte Momente, gute Erinnerungen oder Erlebnisse.“ Um dem Geschmack der Kunden bei der Beratung auf die Spur zu kommen, hat er dann doch die Kategorisierungen der verschiedensten Anbaugebiete und Rebsorten parat. Eine reiche geografische Kenntnis bringt der Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter außerdem aus seiner Kindheit mit: „Früher sind wir regelmäßig mit dem Auto in die Türkei gefahren. Dadurch und auf anderen Reisen bin ich in viele verschiedene Weinanbaugebiete gekommen.“ In seiner Biographie gründet auch die Phobie gegen das Schubladendenken: „Du bist kein Türke und Du bist kein Deutscher habe ich oft gehört.“ Erlebnisse im deutsch-türkischen Zusammenleben, die auch oft in seinen Kurzgeschichten und Gedichten Thema sind. Die schreibt er schon seit der Schulzeit und liest sie seit 1995 öffentlich vor.

Poetry Slammer der ersten Stunde


Nur nicht im eigenen Wein-Kontor, in dem Bekdemir regelmäßig Lesungen veranstaltet und die kulturelle Szene am Rande Eppendorfs belebt: „Ich kann mich als Autor ja nicht selbst einladen“, findet er. Scheu vor der Bühne hat er jedenfalls nicht. Als Ende der 1990er-Jahre die Poetry Slams populär wurden, war Cenk Bekdemir als einer der ersten mit seinen Texten dabei und gewann im Team den ersten landesweiten Slam in Berlin. Acht Jahre tourte er mit dem „Feuer-Theater Unglaublich“ durch Deutschland und stand gut präpariert gegen übergreifende Flammen und mit viel Pyrotechnik auf der Bühne.

Elvis-Interpret „ohne Tolle“


Inzwischen macht er Musik mit seiner neuen, noch namenlosen Band, für die er Songs schreibt zu „ein bisschen Rock, ein bisschen Funk und mit etwas Punk in der Spitze.“ Eines der Lieder entstand im Weinkontor, nachdem Bekdemir den ganzen Tag Musik des österreichischen Liedermachers Georg Kreisler gehört hatte. Auch als Elvis-Interpret „ohne Tolle und Fat-Suit“ tritt er ab und zu immer noch auf. „Mein WG-Kumpel ist total auf Elvis abgefahren. Und weil ich schon immer Koteletten hatte, meinte er, dass sei auch was für mich.“ Seither spielt er die Songs des King of Rock’n’Roll und liest aus „Elvis‘ geheimen Tagebuch“ vor. „Das habe ich selbst geschrieben, aber das weiß natürlich keiner“, verrät Bekdemir lachend.

Informationen zu Lesungen und Konzerten: Rindchen’s Weinkontor Eppendorf
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