Eppendorfer Skateranlage wird erst 2014 fertiggestellt

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790 Quadratmeter groß und auf zwei Ebenen ist die Skateranlage am Loogeplatz geplant. Dieser Entwurf wird nun leicht modifiziertEntwurf: polyfekt

Bauverzögerung durch längere Vorarbeiten am Loogeplatz

Eppendorf. Die geplante Skateranlage am Loogeplatz neben dem U-Bahnhof Kellinghusenstraße wird erst 2014 fertig. Die Einweihung der lange diskutierten Anlage war eigentlich für Dezember dieses Jahres vorgesehen. Das Gelände zwischen der neuen Dreifachsporthalle und dem Fahrradabstellplatz am Bahnhof Kellinghusenstraße wurde zwar bereits im Frühjahr gerodet, doch seitdem ist nichts passiert. Wildwuchs und die Auffahrt und eine Parkfläche für ein Gebäude der Hochbahn befinden sich nach wie auf der Fläche, auf der sich Skater schon in drei Wochen austoben sollten. Die fahren unverändert auf dem Marie-Jonas-Platz und verängstigen dort mitunter vor allem ältere Passanten.

Anlage als Konfliktlösung

Um diesen Konflikt zu lösen, hatte ein Runder Tisch, an dem alle Beteiligten miteinander sprachen, beschlossen, eine Skateranlage am U-Bahnhof Kellinghusenstraße zu bauen. Der Verein Skateboard Hamburg e.V. übernahm die Federführung und legte eine Planung vor, die sich nun verzögert hat. Am Bezirksamt Hamburg-Nord – das das Treuhandkonto mit den 250.000 Euro, die ein anonymer Spender für die neue Skateranlage bereitstellte, verwaltet – liege es nicht, betont die Regionalbehörde. Bezirksamtsleiter Harald Rösler geht davon aus, dass die Arbeiten für die Skateranlage bald beginnen werden.

Mehr Arbeit als gedacht

Shiran Habekost, Geschäftsführer von Skateboard Hamburg e.V., klärt über die Gründe der Bauverzögerung auf: „Zum einen hat sich der Baugrund am Loogeplatz als viel komplexer herausgestellt als angenommen.“ Es müssten viel mehr Bodenarbeiten erledigt werden, die zwei unterirdischen Röhrenbunker sollen nicht zerstört werden, außerdem habe der Kampfmittelräumdienst das Areal aufwändig sondieren müssen. Die Bauverzögerung kam zudem durch den überraschenden Projektausstieg eines Kieler Architekturbüros zustande, das für die Bauleitung und Unterstützung in der Ausführungsplanung beauftragt wurde. Jetzt gibt es einen modifizierten Entwurf der Skateranlage von BETONFREUNDE HAMBRUG und dem Planungs- und Designbüro POLYFEKT Engineering & Design. Auch das habe natürlich Zeit gekostet.Die Planung und das Projektmanagement wird weiterhin von POLYFEKT Engineering & Design übernommen. Die Bauleitung und Unterstützung in der Ausführungsplanung wird jetzt von dem Architekturbüro StudioL2 durchgeführt.
In dieser Woche könne nun endlich mit den Entwässerungsarbeiten begonnnen werden, so Habekost. Apropos Kosten: Teurer als 250.000 Euro werde die Basis-Anlage nicht werden, sagt Habekost. Jetzt herrscht beim Verein Skateboard e. V. Zuversicht: „Geplant ist die Eröffnung im späten Frühjahr 2014.“ Habekost schränkt allerdings ein: „Wenn wir einen harten Winter bekommen, kann es aber wieder zu Verzögerungen kommen.“ (ch/ba)
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