Förderer schenken Hamburger Senioren Freude

Anzeige
Uwe Koch (r.) und Holger Hansen vor dem Alten- und Pflegeheim St. Johannis/St. Nikolai Foto: Hanke
 
Gaby Bruck schätzt viele Veranstaltungen, die der Förderverein auf die Beine stellt. Nur Lesungen und Filme hätte sie gern mehr Foto: Hanke

Verein finanziert Ausflüge und Basare für Bewohner des Alten- und Seniorenheims St. Johannsi/St. Nikolai

Von Christian Hanke
Harvestehude
Das Alten- und Pflegeheim St. Johannis/St. Nikolai am Mittelweg ist als Mitglied im Diakoniewerk gut ausgerüstet, um seine Bewohnerinnen und Bewohner zu versorgen und ihnen dazu noch einiges zu bieten. Doch manchmal reichen die Mittel nicht aus, um zum Beispiel die Gartenmöbel zu erneuern. Glücklicherweise gibt es den Förderverein, der immer mal wieder mit einer bestimmten Summe einspringt und sogar schon einmal die Anschaffung eines Klavieres ermöglicht hat. Darüber hinaus finanziert er zusätzliche Angebote wie Ausfahrten und Tagesauflüge. „Wir müssen mit dem, was wir einnehmen, haushalten“, erläutert Uwe Koch, der Leiter des Alten- und Pflegeheims St. Johannis/St. Nikolai. Da können manche Wünsche nicht erfüllt werden. Der Förderverein dagegen ist in der Lage, vieles auszugleichen. Dank seiner rund 50 Mitglieder, die im Monat einen Mitgliedsbeitrag von 3 Euro zahlen. Firmen geben 21 Euro. Alle Vierteljahr tagt der Vorstand und entscheidet, wofür das vorhandene Geld ausgegeben werden soll. „Zwei bis drei Ausfahrten versuchen wir im Jahr anzubieten. Dazu ein Besuch beim Weihnachtsbasar oder einer Ausstellung“, erläutert Holger Hansen, der Vorsitzende des Fördervereins. Diese Unternehmungen sind teurer, als vielleicht im ersten Moment vermutet. „Für die Ausfahrten benötigen für einen barrierefreien Bus sowie sechs bis sieben Begleitpersonen, die bezahlt werden müssen. Das geht richtig ins Geld“, sagt Holger Hansen. Die Ausfahrten führen in die Umgebung von Hamburg, in die Lüneburger Heide mit Kutschfahrt, zum Arboretum bei Pinneberg oder nach Travemünde. Die Förderer geben nicht nur Geld, sie bemühen sich auch um ehrenamtliche Helfer. Die werden in einem Altenheim wie St. Johannis/St. Nikolai mit 105 Bewohnerinnen und Bewohnern oft gebraucht. Zum Beispiel für den Dienst im Café am Nachmittag, das dreimal in der Woche geöffnet hat, oder den Marktkreis, eine Gruppe von dementen Patienten, die donnerstags den nahegelegenen Turmwegmarkt besucht. Für diese Aufgaben werden immer Ehrenamtliche gesucht. Holger Hansen würde sich über Zuwachs freuen. Er engangiert sich aus Überzeugung für das Altenheim, in dem seine Eltern ihre letzte Zeit verbrachten. „Das ist hier wie eine Familie. Ich habe hier sehr viel Aufmerksamkeit erlebt. Ich würde mit Freude hierherziehen“, so der Vorsitzende des Fördervereins. Gaby Bruck, mit 99 Jahren eine der ältesten Bewohnerinnen, sind die Ausfahrten zwar zu anstrengend, freut sich aber über die Veranstaltungen. „Das Café am Nachmittag ist wunderbar. Da treffen wir uns immer“, erzählt sie. Auch das Gartenfest im Sommer und den Basar zu Weihnachten besucht sie. Es könnte nur mehr Lesungen und mehr Filmvorführungen geben, wünscht sie sich. „Das Fernsehen ist ja furchtbar. Das ist so oberflächlich“, findet sie.

Wer im Alten- und Seniorenheim St. Johannsi/St. Nikolai ehrenamtliche Aufgabe übernehmen möchte, wendet sich unter Telefon 41 44 90 oder info@altenheim-stjohannis-stnikolai.de an Uwe Koch. Weitere Infos: Diakonie hamburg
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige