Freundeskreis sorgt für Kultur

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Der Vorstand der Freunde des StavenhagenhausesFoto: Wolf

Seit 50 Jahren organisieren die Freunde des Stavenhagenhauses Konzerte

Groß Borstel. Einmal im Monat ist das Foyer des Stavenhagenhauses, des Stadtteiltreffs von Groß Borstel, gerammelt voll. Bis zu 120 Gäste drängeln sich in dem Entrée des alten Herrenhauses, lauschen dem hoffnungsvollen Nachwuchs der Musikhochschule oder deren Professoren und ehemaligen Studierenden. Diese jungen und älteren Musikerinnen und Musiker der Extraklasse laden die Freunde des Stavenhagenhauses ein, die am Montag, 28. Oktober, ihr
50. Jubiläum feiern.
1963, ein Jahr nach der Einweihung des frisch renovierten Stavenhagenhauses als neues Stadtteilzentrum fand sich ein Freundeskreis des neuen Treffs, um es kulturell zu beleben. Die damalige Leiterin der Groß Borsteler Bücherhalle, Barbara Grenacher, und die Pianistin Erna Waege waren die Initiatorinnen. 13 weitere engagierte Borsteler folgten ihnen. Im ersten Jahr wurden vor allem Vorträge gehalten. Außerdem gab es einige Konzerte. Fünf Jahre später konstituierten sich die Freunde des Stavenhagenhauses als gemeinnütziger Verein, dessen Zweck es sein sollte, das Stavenhagenhaus „durch regelmäßige volksbildende Veranstaltungen“ zu fördern. In der neuesten Satzung heißt es bescheidener: „Die Freunde des Stavenhagenhauses bemühen sich seit über 40 Jahren erfolgreich darum, das Stavenhagenhaus einmal im Monat mit einer kulturellen Veranstaltung zu beleben“.
Verein lebt von Beiträgen und Spenden
Die Musik spielt dabei inzwischen die wichtigste Rolle. Dank musikbegeisterter Vorstandsmitglieder mit teilweise guten Verbindungen zur Musikhochschule avancierte das Stavenhagenhaus zu einer der externen Spielstätten der Hochschule. „Wir können auf ein großes Repertoire von Musikern zurückgreifen. Musiker bewerben sich auch bei uns“, erzählt der erste Vorsitzende, Burkhard Holzapfel.
Die Konzerte ziehen auch die meisten Zuschauer, viele von ihnen Stammgäste aus Groß Borstel und Umgebung. „Uns besuchen aber auch Menschen aus ganz Hamburg“, weiß Burkhard Holzapfel zu berichten. Die Freunde des Stavenhagenhauses würden gern mehr Konzerte veranstalten, aber das lässt das bescheidene Budget nicht zu. „Unsere Veranstaltungen sind kostenlos. Der Verein lebt nur von Mitgliedsbeiträgen und Spenden“, erzählt Burkhard Holzapfel. Deshalb können auch Menschen mit schmalen Geldbeuteln die Veranstaltungen besuchen. „Die, die spenden, zahlen für sie mit“, hebt Holzapfel den sozialen Gedanken des Vereins hervor.
Das Jubiläum wird am 28. Oktober um 19 Uhr natürlich mit einem Konzert im Stavenhagenhaus, Frustbergstraße 4, gefeiert. Professor Clemens Malich (Violoncello) spielt mit seinen Freunden Bernhard Fograscher (Klavier) und Andreas Röhn (Violine), alle drei hochklassige Musiker. (ch)
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