Garageneinfahrt gefährdet Kinder

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Zwischen den beiden Gebäuden des Clara und Martin Heimann Stiftes könnte eine Tiefgarageneinfahrt gebaut werden. Hier sind schon jetzt Kinder der gegenüberliegenden Stadtteilschule Eppendorf beim Überqueren der Löwenstraße in Gefahr Foto: Hanke

Geplante Wohnstift-Bebauung sorgt bei Mietern weiterhin für Verwirrung. Bauherr äußert sich nicht

Hoheluft/Eppendorf Eine Tiefgaragemeinfahrt ist offenbar an einer heiklen Ecke geplant. An der Ecke Löwen- und Martinistraße, genau dort, wo Kinder der gegenüberliegenden Grundschule der Stadtteilschule Eppendorf beim Überqueren der Löwenstraße gefährdet sind. Das hatten sie kürzlich im Regionalauschuss Eppendorf/Winterhude aufgezeigt, woraufhin Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an dieser Ecke beschlossen wurden (das Wochenblatt berichtete).
Doch nun soll dort womöglich die Einfahrt einer Tiefgarage für die geplanten Punkthäuser auf der großen Grünfläche gebaut werden, die zum Gelände des Martin und Clara Heimann-Stifts gehört. Genau zwischen den beiden Gebäuden dieses Wohnstiftes, von denen das eine an der Martini- und das andere an der Löwenstraße steht, ist die Tiefgarageneinfahrt vorgesehen. Das weiß die Mietervertretung zu berichten. Der neue Bauherr der Punkthäuser, wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg, äußert sich derzeit nicht zu eventuellen Änderungen und Neuerungen der bestehenden Planung. Die geplante Tiefgarageneinfahrt soll an der heiklen Ecke eingerichtet werden, weil eine bestehende Einfahrt zu Carports auf dem Stiftsgelände an der Martinistraße zu schmal für die geplante Garageneinfahrt ist. Eine unter Denkmalschutz stehende Kellertreppe steht im Weg.
Apropos Denkmalschutz. Die Auseinandersetzung darüber, ob die große Grünfläche des Stiftsgeländes, die bebaut werden soll, zu dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensemble gehört oder nicht (das Wochenblatt berichtete), geht weiter. Innerhalb des Denkmalschutzamtes gibt es unterschiedliche Meinungen. Der Aussage des Sprechers Jörg Seifert gegenüber dem Wochenblatt widerspricht seine Kollegin Christine Onnen, die der Grünfläche aufgrund fehlender gestalterischer Qualitäten, einen „erhöhten Wert“ abspricht und sie nicht als Gartendenkmal einstufen kann. Einige Sachverständige haben sich mittlerweile für den Erhalt der Grünfläche eingesetzt und an die Vorsitzende des Denkmalrates Hamburg, Elinor Schues, appelliert, sich der Sache anzunehmen. Die möchte deren Anliegen gern auf der nächsten Sitzung des Denkmalrates ansprechen. Doch noch fehlen ihr die Grundlagen des Unmuts, die Planungen für die Punkthäuser, die auf der Grünfläche gebaut werden sollen. Die hat ihr bisher niemand geschickt. (ch)
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