Gefahrenquelle Alsterdorfer Straße

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Gefahrenquelle: In den Stoßzeiten weichen Radler von der Straße auf den Gehweg in der Alsterdorfer Straße aus. Foto: ab

Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger gefordert

Alsterdorf. Auf Antrag der Grünen wurde in der vergangenen Woche im Regionalausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn-Alsterdorf einstimmig beschlossen, dass in einem Teilabschnitt der Alsterdorfer Straße zu prüfen sei, wie die Verkehrsituation für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden kann. Hintergrund: Vor allem zu den Stoßzeiten wird es aufgrund der gemeinsamen Nutzung des 2,70 Meter breiten Gehwegs durch Fußgänger und Radler eng – insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Im Grünen Grunde und Sengelmannstraße. Wenn Eltern, Kinder und Schüler auf dem Weg zu dort ansässigen Flachsland Zukunftsschule und zur Bugenhagen Schule bringen, wird der Bürgersteig zur Gefahrenquelle. „Ältere und weniger mobile Menschen fühlen sich unsicher, wenn ein Rad wegen der Enge dicht an ihnen vorbeisaust“, sagt Carmen Wilckens, Sprecherin im zuständigen Regionalausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn-Alsterdorf. „Eigentlich müssten die Radler auf der Straße fahren – ich kann verstehen, dass sich dort viele unsicher fühlen, denn ein abmarkierter Schutzstreifen fehlt. Dieser würde Autos auf Abstand halten und den Radfahren Sicherheit geben.“ Auf dem einspurigen Abschnitt wurde eine Verkehrsstärke von rund 5.100 Fahrzeugen täglich (davon 3 Prozent Lkws) gemessen. „Wir wollen, dass insbesondere geprüft wird, ob auf der Fahrbahn ein Radweg oder Schutzstreifen markiert werden könnte oder ob eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h möglich ist“, so Wilckens. Die Stadt Hamburg fördert seit einigen Jahren verstärkt den Radverkehr als gesunde und vor allem umweltfreundliche Alternative zum Auto. Ziel der 2008 verabschiedeten Radverkehrsstrategie ist, dass 18 Prozent aller in Hamburg zurückgelegten Wege im Jahr 2015 mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Um das Radeln attraktiver zu gestalten, soll neben dem Ausbau des Hauptroutennetzes auch die Verkehrssicherheit erhöht werden. Zuletzt kritisierte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) den SPD-Senat für seinen Umgang mit der Radverkehrsstrategie. In der Antwort auf eine Große Anfrage der GAL-Bürgerschaftsfraktion hatte der Senat – abweichend von der Strategie - offen gelassen, bis wann die Erhöhung des Radverkehrsanteils auf 18 Prozent umgesetzt werden soll. Von Seiten des ADFC hieß es, dass sich die Bekenntnisse der SPD für ein umwelt- und fahrradfreundliches Hamburg als „reine Lippenbekenntnisse“ entpuppen. Es müsse um jeden zusätzlichen Meter Radfahr- oder Schutzstreifen gekämpft werden. (ab)
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