Gertigstraße: Keine Einbahnstraße

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Zankapfel Mühlenkamp/Gertigstraße: Die geplante Umgestaltung und Busbeschleunigung sorgt im Vorfeld für hitzige Diskussionen bei Bezirkspolitikern und AnwohnernFoto: wb

Frist für Votum zur Busbeschleunigung wurde bis Ende Oktober verlängert

Von Christian Hanke
Hamburg. Der Mühlenkamp kommt nicht zur Ruhe, aber Anwohner und Kommunalpolitiker sind sich mittlerweile in einigen Punkten zur Neuordnung der stark frequentierten Winterhuder Wohn- und Geschäftsstraße einig. Nach einer zweiten Planungswerkstatt zum Mühlenkamp, auf der sich die Anwohner mit ihren Anliegen endlich berücksichtigt fühlten, lehnen auch SPD und FDP die Verlegung der Bushaltestelle Gertigstraße in Richtung Hofweg ab. Ebenso sind sich alle Beteiligten darin einig, dass die Gertigstraße keine wie auch immer konzipierte Einbahnstraße werden darf. Auf der zweiten Planungswerkstatt hatten sich Anwohner außerdem mehrheitlich gegen Baumfällungen und die Verlängerung der Metrobuslinie 15 durch Poelchaukamp, Mühlenkamp und Gertigstraße oder Hans-Henny-Jahnn-Weg Richtung Barmbek sowie für Tempo 30 im Mühlenkamp, mehr Polizeikontrollen sowie für einen Schutzstreifen für Radfahrer ausgesprochen. Letzteren befürworten auch alle Fraktionen des Regionalausschusses Eppendorf/Winterhude, auch wenn einige Anwohnerinnen in der letzten Sitzung dieses Ausschusses auf Gefahren hinwiesen, die dieser Streifen mit sich brächte, was im Hofweg bereits zu beobachten sei.

Sitzung in Kampnagelhalle

Anwohnerinnen und Anwohner des Mühlenkamps waren auch zu dieser Sitzung wieder sehr zahlreich erschienen, weshalb das Treffen in einer Kampnagel-Halle stattfand. Unmut kam unter den Anwohnern auf, als SPD, FDP und Grüne für eine Vertagung der Entscheidung über die Zukunft des Mühlenkamps plädierten, weil die Fraktionen das Protokoll der Planungswerkstatt erst am Tag der Sitzung erhalten hatten.
CDU und Linke hatten dagegen bereits Anträge vorbereitet und drängten auf deren Verabschiedung. Der Unmut verstärkte sich, als der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß ausführte, dass die Zeit drängt, weil die Verkehrsbehörde bis Ende September ein Votum des Bezirksamtes Hamburg-Nord zu den Busbeschleunigungsplänen für den Mühlenkamp benötige, die die hitzige Debatte um den Mühlenkamp ausgelöst hatten.
In der Sitzung verlängerte daraufhin ein Vertreter des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer die Frist bis Ende Oktober und der Regionalausschuss erhielt die Komtepenz in seiner nächsten Sitzung am 28. Oktober abschließend ohne die Zustimmung der Bezirksversammlung über die Mühlenkamp-Pläne zu entscheiden. So ist gewährleistet, dass die Beschlüsse vor Ort in der Planung über die Busbeschleunigung berücksichtigt werden.
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