Hamburg: Aktiv für den Hansaplatz

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Die neu gegründetet Initiative Hansaplatz hatte zu Punsch und Diskussion geladen. Die Veranstaltung war trotz Dauerregens gut besucht Fotos: Grell

Neue Anwohner-Initiative. Für mehr Reinigung und bessere Beleuchtung

Hamburg. Kein anderer Platz in Hamburg war in diesem Jahr wohl so umstritten wie der Hansaplatz. Direkt im Bahnhofsviertel gelegen, lieben ihn die meisten der Alteingesessenen, andere hätten ihn gern sauberer, ruhiger und idyllischer. Fakt ist aber, dass es am Hansaplatz oft laut und meist dreckig ist und sich „hier ein Bild der Gesellschaft spiegelt, wie es für eine Metropole wie Hamburg völlig normal ist“, so Lavinia Kleßmann, die gleich gegenüber am Steindamm wohnt.

Gemeinsame Linie

Um bei dem Wirbel am Hansaplatz zwischen Brandbriefen und Zustimmung irgendwie eine gemeinsame Linie zu finden, hat sich jetzt die Anwohnerinitiative Hansaplatz gegründet, die vor Weihnachten erstmalig zu Punsch und Diskussion auf den Platz geladen hatte.
Schon im Oktober hatte es einen runden Tisch zum Thema Hansaplatz gegeben, zu dem auch eine Reihe von direkten Anwohnern und Familien aus den benachbarten Straßen gekommen waren. Inzwischen hat dieser „Runde Bürgertisch Hansaplatz“ vier Mal getagt und eine Reihe von konkreten Lösungsvorschlägen formuliert.
Die Liste ist lang und fordert: Einsatz von Ansprechpartnern mit Fremdsprachenkenntnissen, erhöhte Präsenz der Stadtreinigung, mehr Sauberkeit für den Spielplatz Danziger Straße, Entfernung der oberirdischen Glas- und Papiercontainer, die für erheblichen Lärm sorgen, Erhalt des Vor-Ort-Büros, bessere Beleuchtung, Toiletten für Männer und Frauen, betreute Räume für alle Gruppen, Stärkung der sozialen Einrichtungen am Hauptbahnhof, Wohn- und Aufenthaltsräume für Frauen und zusätzliche Aktivitäten zur Belebung des Platzes.

„Raum für alle“

Doch welche Lösung passt am Ende für alle Anwohner ohne andere Menschen zu verdrängen? Gudrun Greb von der Einrichtung Ragazza, in der sich drogenabhängige Prostituierte aufhalten können, wünscht sich auf dem Hansaplatz „Raum für alle und vor
allem die Akzeptanz aller“. (kg)
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