Hamburg: Er holte den Fußball-Titel in Rio

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Hans-Dieter Landsky hat viele Fotos aus seiner Zeit als (Strand)fussballer in Rio Foto: Hanke

Hans-Dieter Landsky aus Winterhude über die Zeit, als er vor über 50 Jahren in Brasilien spielte

Hamburg. Morgen ist es soweit. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt. Die deutsche Mannschaft geht mit guten Chancen ins Rennen. Was die deutschen
Kicker noch nicht erreicht haben, nämlich einen Titel in Brasilien zu gewinnen, ist Hans-Dieter Landsky aber schon 1957 gelungen. Der heute 77-jährige Winterhuder wurde damals mit dem Team von Lagoa, einem Stadtviertel von Rio, brasilianischer Strandfußballmeister. „Wir haben damals elf gegen elf auf einem original großen Fußballfeld mit internationalen Schiedsrichtern vor 4.000 bis 6.000 Zuschauern auf den Stränden von Rio gespielt“, erzählt Landsky. Die Vereinsstrandballfußballmeisterschaft gibt es heute noch. Aber es spielen nur noch fünf gegen fünf. Landsky, der acht Jahre in Brasilien lebte, war ein Star der damaligen Truppe von Lagoa, spielte Verteidiger und galt den Brasilianern als „sehr diszipliniert“ und fair. „Wir waren technisch sehr versiert. Ich hatte den härtesten Schuss“, berichtet Landsky.

„Mein Herz gehört Brasilien - und mein Kopf auch!“ Hans-Dieter Landsky

Groß und blond, wie der damals Anfang 20-Jährige war, fiel er auf, auch den einheimischen Damen. „Ich war so eine Mischung aus Hardy Krüger und Burt Lancaster“, beschreibt er sich selbst. „Hans“, so lautete sein brasilianischer Fußball-name, schwärmt noch heute von seiner Zeit in Brasilien und den freundlichen und höflichen Menschen dort. „Mein Herz gehört Brasilien - und mein Kopf auch!“, strahlt der lebhafte Fußballnarr.

Auch gut im Tennis

Die damaligen brasilianischen Weltmeister waren allerdings eine Nummer zu groß für ihn. Er kannte einige von ihnen, wie Zagalo, Didi oder Zito. Einmal lud ihn die Topmannschaft Flamengo Rio zum Training ein. Nach zehn Minuten war Hans platt. Bis vor sieben Jahren ist er noch regelmäßig nach Brasilien geflogen, um die alten Kameraden von Lagoa zu besuchen. „Acht Spieler unserer Meistermannschaft leben noch“, erzählt Landsky, der nicht nur im Fußball erfolgreich war. Der Sportbegeisterte kann auch mit Hockey- und Tennisschläger gut umgehen. 1972 wurde er mit Rot Weiß Köln deutscher Feldhockeymeister und Dritter der Vereins-Europameisterschaft. Noch im letzten Jahr gewann er für den HTHC ein Tennis-Herren-75-Turnier auf Mallorca. Der umtriebige Winterhuder ist auch der Musik sehr verbunden, trat bei verschiedensten Gelegenheiten als Sänger und Imitator bekannter Showstars auf. Er gibt gern den Conferencier, förderte Sport und Musik. Auch mit den Originalansagen aus dem Maracana Stadion von Rio de Janeiro unterhält er gern seine Umgebung. „Ich habe mein Berufsleben immer mit Sport und Sponsoring verbunden“, erzählt Landsky, der für eine international bekannte Ölfima tätig war.

Wer soll gewinnen?

In seinem vielseitigen Leben ist neben seiner Frau immer Brasilien die Nummer eins geblieben. Die Weltmeisterschaft wird er im heimischen Winterhude verfolgen - und Brasilien die Daumen drücken. (ch)
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