Hamburg: Wieder aufwärts dank Gangway

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Helfen jungen Erwachsenen: Alexander Itzke, Susanne Hoyer (Projektleiterin) und Manuela Lilienthal (r.) vom Verein Gangway Foto: Hanke

Verein hilft jungen Erwachsenen bei der Suche nach Job und neuen Lebens-Perspektiven

Hamburg-Nord. Jetzt wird jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren im Bezirk Hamburg-Nord, deren Schulpflicht erfüllt ist, die aber keine Ausbildung oder Arbeit finden, die das Gefühl haben „auf der Stelle zu treten“, umfassend geholfen. Seit Januar ist der in Dulsberg ansässige Verein Gangway e.V. in das Hamburger Projekt „Jugend Aktiv Plus“ eingebunden, das in den Bezirken mit verschiedenen Trägern auf freiwilliger Basis Hilfen für junge Erwachsene anbietet. Menschen zwischen 18 und 25, junge Paare auch bis 27 Jahren, können zu den Sprechzeiten von Gangway kommen oder einen Termin vereinbaren. Die beiden Sozialarbeiter von Gangway für Hamburg-Nord, Manuela Lilienthal und Alexander Itzke, versuchen schnell und verlässlich zu helfen.

Wege aus dem Dilemma

Dabei geht´s nicht nur um die Vermittlung einer Ausbildung oder Arbeitststelle. „Wir gucken uns die ganze Situation der Menschen an, die zu uns kommen, nicht nur die Arbeit“, berichtet Alexander Itzke. Denn sie wissen: Oft liegen Barrieren und Hindernisse, die die Jungerwachsenen in Sachen Ausbildung und Arbeit nicht aktiv werden lassen, im privaten Umfeld, an Schulden oder an der Wohnungssituation. Dann werden auch schon ´mal die Eltern kontaktiert. „Aber nur, wenn die jungen Menschen es wollen. Respekt, Wertschätzung und die Akzeptanz der Lebensbiografie sind Grundlagen unserer Kontakte mit denen, die zu uns kommen. Im privaten Bereich müssen wir kreativ gucken, wie wir weiterkommen“, erläutert Manuela Lilienthal. Es geht den Sozialarbeitern um Fragen wie: „Wie und wo fühlen sich die jungen Erwachsenen, die zu uns kommen, wohl, um ihre Möglichkeiten wirklich zu entfalten?“ und immer „Was ist am dringlichsten?“. Manchmal hilft schon die Vermittlung einiger Adressen und Telefonnummern. Mit anderen Klienten treffen sich die Gangway-Mitarbeiter häufiger, um ihre Situation zu verstehen und ihnen Wege aus dem eigenen Dilemma aufzuzeigen. Ganz wichtig dabei: die Motivation, die eigene Situation verändern zu wollen, die Bereitschaft, offen über bestehende Schwierigkeiten zu reden und der feste Wille, erste Schritte zur Veränderung aktiv zu gehen.

„Respekt, Wertschätzung und die Akzeptanz der Lebensbiografie sind Grundlagen unserer Kontakte mit denen, die zu uns kommen.“ Manuela Lilienthal

Das sind häufig genau die Probleme, die die jungen Erwachsenen haben. Im Laufe des Kontakts mit Gangway sollten die Klienten Motivation und Willen entwickeln, die Hilfe anzunehmen und umzusetzen. „Es sind immer ihre Entscheidungen. Sie kommen freiwillig. Sie müssen keine Auflagen erfüllen“, erläutert Alexander Itzke. Dafür werden die Sozialarbeiter auch sofort aktiv, versuchen schnell mit Kontakten und Tipps zu helfen. Mitunter drohen Wohnungskündigungen und Zahlungsfristen, die eingehalten werden müssen. „Wir müssen den Klienten gegenüber verlässlich sein. Sie müssen wissen: die helfen uns“, sagt Alexander Itzke. Dazu bedarf es manchmal auch einer Begleitung „im körperlichen Sinne“. Heißt: die Gangway-Mitarbeiter begleiten ihre Klienten zu einer Behörde oder Institution, die helfen kann - und stellen die richtigen Fragen. Die Sozialarbeiter müssen sich für ihre Aufgaben ständig über alle in Frage kommenden Angebote informieren, um wirklich helfen, und so verlässlich sein zu können.“
Rund 30 Menschen haben den Verein seit Januar aufgesucht. Junge Erwachsene, die eine Lehre abgebrochen haben, deren Schulabschluss schon lange zurückliegt, ohne dass sie sich neu orientiert haben, denen Wohnungslosigkeit und finanzielle Schwierigkeiten drohten.
Die Zusammenarbeit mit demBezirksamt Hamburg-Nord funktioniert. „Wir sind hier gut eingebunden und bekommen viel Zuspruch von bezirklichen Mitarbeitern“, freut sich Susanne Hoyer, die Leiterin des Gangway-Projekts.
Der Verein nimmt noch weitere Aufgaben, wie Erziehungshilfen und stationäre Hilfen, wahr. Er ist in der Straßburger Straße 13 ansässig. Sprechzeiten sind montags 12 bis 14 Uhr und donnerstags 16 bis 18 Uhr. Die Sozialarbeiter sind unter Tel.: 0176 / 488 30 466 und m.lilienthal@gangway.info und Tel.: 0176 / 570 70 212 und a.itzke@gangway.info erreichen. (ch)
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