Hamburger protestieren gegen Krieg

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Demonstranten spüren Gefühl der Ohnmacht Foto: Hanke

Demonstranten spüren Gefühl der Ohnmacht. Die Gruppe trifft sich dienstags vor unterschiedlichen Konsulaten

Von Christian Hanke
Rotherbaum
Etwa 20 Personen stehen gegen 18.30 Uhr vor dem türkischen Konsulat an der Tesdorpfstraße. Zwei tragen ein Spruchband mit der Aufschrift: Schweigende Trauer – Schweigender Protest. Drei Minuten dauert das Schweigen. Dann bricht die Gruppe auf zum Alsterufer. Vor dem amerikanischen Konsulat wird erneut drei Minuten geschwiegen. Wie zuvor vor den Konsulaten von Syrien, von Russland und vom Iran. Vor den Hamburger Vertretungen der Länder, die in den Krieg in Syrien verwickelt sind. An jedem Dienstag wiederholt sich der stumme Protest gegen das offenbar nicht enden wollende Morden in Nahost. Freunde haben es initiiert und Gleichgesinnte um sich geschart. Vor den Schweigeminuten erläutert einer der Organisatoren, welche Rolle das betreffende Land im Syrien-Krieg spielt. „Wir wissen, wir sind ohnmächtig“, erläutert Gerd Paap, der soeben über den türkischen Part in dem mörderischen Konflikt informiert hat, „aber wir wollen etwas tun“. Die Gruppe trifft sich an jedem Dienstag vor unterschiedlichen Konsulaten.

Kontakt: roggan@leitmotivfilm.de

Dienstags:

• 17 Uhr Syrien, Osakaallee 11 (HafenCity, U4 Überseequartier)
• 17.45 Uhr Russland, Am Feenteich 20
(Uhlenhorst, Metrobus 6 Zimmerstraße)
• 18 Uhr Iran, Bebelallee 18 (Winterhude, U1 Lattenkamp)
• 18.30 Uhr Türkei, Tesdorpfstraße 18 (Rotherbaum, Bus 109 Fontenay, S11, S21, S31 Dammtor)
• 18.45 Uhr USA, Alsterufer 27/28 (Rotherbaum, Bus 109 Fontenay)
• 19.15 Uhr Deutschland und EU, Jungfernstieg/Reesendammbrücke
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