Hamburger Schüler werden Lebensretter

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Unter fachlicher Anleitung lernt dieser Schüler der Mittelstufe die Reanimation an der Übungspuppe Fotos: wb

HSV-Profi unterstützt „Woche der Wiederbelebung“

Hamburg. Was mache ich, wenn neben mir jemand umkippt und wiederbelebt werden muss? Kein Problem für die Schüler der Hamburger Stadtteilschule Alter Teichweg: Im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ haben sie nicht nur gelernt, wie Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert, sondern dies auch gleich in der Hamburger Europa Passage demonstriert. Unterstützt wurden sie dabei vom HSV-Profi Marcell Jansen., der sich für die gute Sache einsetzt. Denn wenn tatsächlich jemand umkippt, werden nur 15 Prozent der Bundesbürger tätig – dabei liegt die Überlebenschance nach einem solchen Vorfall mit der richtigen Hilfe bei über 70 Prozent – wenn nichts getan wird, sinkt sie auf unter zehn Prozent.
Die Aktion hat bei den Passanten für Aufmerksamkeit gesorgt. „Und genau das war unser Anliegen“, so Dr. Malte Issleib, Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie des UKE. „Wir wollten ein Zeichen setzen, das die Bevölkerung zum Überlegen anregt.“
Im Rahmen der Aktion „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ fand unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bundesweit die „Woche der Wiederbelebung“ statt. In Hamburg führte die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eine umfangreiche Aktionswoche unter dem Motto „Schüler retten Leben“ durch.
Dafür übten Ärzte und Studierende an drei verschiedenen Schulen Hamburgs gemeinsam mit den Schülern, wie eine korrekte Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen ist. Jedes Jahr könnten rund 5.000 Menschen gerettet werden, wenn bei einem Herzstillstand sofort diese Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden würden. Wie zentral und aktuell das Thema Herz-Lungen-Wiederbelebung ist, zeigt sich auch durch den jüngsten Beschluss der Kultusministerkonferenz. Ab sofort wird die Wiederbelebung Schulstoff und damit in die Lehrpläne integriert. Von der siebten Klasse an soll es künftig jedes Jahr zwei Stunden Wiederbelebungstraining geben. (wb)
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