Hamburger Universitätsklinikum will wachsen

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So könnte das UKE 2050 von oben aussehen Grafik: UKE
 
UKE 2050: Architekt Carol Wallerich erläutert den Zukunftsplan für das Eppendorfer Klinikum Foto: Hanke
Hamburg: Martinistraße 52 |

Vision für mehr Gesundheit: So sehen erste Pläne für das UKE in Eppendorf aus

Von Christian Hanke
Hamburg-Eppendorf
Der Um- und Neubau des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) geht weiter. Jetzt liegt die Planung UKE 2050 vor. Dabei wurde das UKE in den vergangenen zehn Jahren bereits entscheidend um- und neugebaut. Es wurde nahezu neu erfunden. Das Pavillonkrankenhaus, erweitert durch viele Neubauten, wandelte sich in ein Hospital mit zentralem Hauptgebäude.

Neue Gebäude geplant


Doch das ist noch längst nicht alles. Auf der Grundlage eines neuen Bebauungsplans wird das UKE insbesondere im Osten ein ganz neues Gesicht bekommen. Das Zentralgebäude, das derzeit ein U bildet, soll geschlossen werden. Und auch der Campus Forschung und Lehre im Norden des UKE-Geländes erhält einige neue Gebäude. Architekt Carol Wallerich, Leiter des Baumanagements, ist begeistert: „Das UKE ist auf Erfolgskurs“. Die Modernisierungen der letzten Jahre haben ihre positiven Spuren hinterlassen. Die Anzahl der Patienten hat erheblich zugenommen. Ebenso die Anzahl von neuen Maschinen und Apparaten, von denen das UKE, das nicht nur Krankenhaus, sondern auch Forschungseinrichtung ist, immer besonders viele installiert. Das UKE boomt. Deshalb braucht es mehr Platz.

Gelände ist ein großer Schatz


Teile der Verwaltung müssen schon ausgelagert werden, wofür am nahen Christoph-Probst-Weg Flächen von rund 3000 Quadratmeter temporär angemietet wurden. Das Besondere der Planung bis 2050: das UKE findet den benötigten Platz auf dem vorhandenen Gelände. „Dieses Gelände ist ein ganz großer Schatz“, schwärmt Carol Wallerich. Unter vergleichbaren Krankenhäusern kann nur das UKE Krankenversorgung, Forschung und Lehre auf einem Gelände unterbringen, so Wallerich. Dabei müssen für die Neuplanung keine Grünflächen zugebaut werden. Im Gegenteil: grüne Achsen über das ganze Gelände sind geplant. Voraussetzung: einige Gebäude müssen abgerissen werden.

Abriss alter Pavillons


So wird im ersten Bauabschnitt der Ostteil des UKE-Geländes zwischen Kinderklinik und alter Pathologie ganz neu gestaltet. Die bestehenden Gebäude, auch einige alte Pavillons aus der Gründungszeit, werden abgerissen. Das Universitäre Herzzentrum und die Martini-Klinik erhalten Neubauten. Nordwestlich davon wird der Campus Forschung II mit rund 150 Laboreinheiten gebaut. Im äußersten Westen entstehen Gebäude für Verwaltung und Forschung. 2022/23 sollen die Neubauten des ersten Bauabschnitts fertiggestellt sein.

Zentralgebäude erweitern


Im zweiten Bauabschnitt erfährt das Zentralgebäude eine Erweiterung, das in der dritten Bauphase zu einem geschlossenen Gebäudeensemble vervollständigt wird. Dafür müssen weitere Gebäude aus den 1970er-Jahren abgerissen werden. Auch die Bereiche Forschung und Lehre sollen dann einen weiteren großen Gebäudekomplex im Norden des 34 Hektar großen UKE-Geländes bekommen. Für den zweiten und dritten Bauabschnitt liegt noch kein Zeitplan vor. Warum plant das UKE überhaupt so weit im voraus? „Man muss eine Vision haben und wie man diese erreicht“, findet Carol Wallerich. Die einzelnen Bauten sollen sich architektonisch in ein Gesamtkonzept einfügen. Architekten können einzelne Gebäude unterschiedlich gestalten, doch ein „gemeinsamer Nenner“, so Wallerich, sollte schon sein.
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