Hamburger Zukunftsrat ist umgezogen

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Auma Obama will sich insbesondere für die Rechte der Kinder einsetzen Foto: Elke Pouchet/wb

Stiftung verlässt City-Nord Richtung Innenstadt. Schwester des US-Präsidenten neues Mitglied

Hamburg. Dezember fuhren die Umzugswagen am Mexikoring 29 vor. Knapp acht Jahre nach seiner Gründung hat der Weltzukunftsrat (World Future Council - WFC) jetzt eine neue Bleibe an der Lilienstraße 5-9 in der Innenstadt. „Unsere Räume in der City Nord wurden zu klein, weil wir weiter wachsen.“ erklärt Anne Reis, Sprecherin der Stiftung. „Mit der Unterstützung von weiteren Förderern konnten wir zwei neue Arbeitsbereiche eröffnen: zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie zur Förderung von Kinderrechten.“ Beispielhafte Lösungen, wie der Gewalt gegen Frauen und Mädchen begegnet werden kann, seien schon bei der Verleihung des diesjährigen „Future Policy Award“ gewürdigt worden. „Das ist eine Art weltweiter Oskar für vorbildliche Gesetze und Regelungen.“ übersetzt Reis. Frühere Preise wurden etwa im Bereich der Schaffung von Nahrungssicherheit verliehen oder zum Ausbau erneuerbarer Energien.
Aktuell arbeitet der Weltzukunftsrat mit Hochdruck an einem weltweiten „Call for nomination“ im Bereich der Rechte für Kinder. Der Aufruf geht an Experten, Organisationen und Wissenschaftler, die gute Regelungen mit Vorbildfunktion kennen und benennen können, Nachahmung weltweit erwünscht. Die Preisverleihung 2015 soll voraussichtlich in Hamburg stattfinden.

Prominente Unterstützung

Zum neuen Arbeitsbereich Kinderrechte passt hervorrragend die fachkundige Unterstützung von Auma Obama (54), seit Ende November Mitglied des Weltzukunftsrates. Die ältere Halbschwester von US-Präsident Barack Obama ist gebürtige Kenianerin, hat in Deutschland Germanistik und Soziologie studiert und macht sich stark für Projekte der Kinder- und Jugendhilfe weltweit. Allen voran arbeitet sie in ihrer kenianischen Stiftung Sauti Kuu, zu deutsch „starke Stimmen“, engagiert sich für die Selbstbestimmung von Jugendlichen und hilft ihnen, ihre Fähigkeiten zur Selbsthilfe zu entwickeln. Ihre Projekte sollten größer sein als ihr Name, wünscht sich die Powerfrau, und dass es dabei nicht so sehr um ihren Bruder gehen solle. „Ich kann es kaum erwarten, meine Ratskollegen und die Mitarbeiter der Stiftung kennenzulernen und sie bei ihrer Arbeit für die Rechte von Frauen und Kindern in Afrika zu beraten und zu unterstützen.“ erklärte Auma Obama in fließendem Deutsch, als sie zur Unterzeichnung ihrer Ratsmitgliedschaft Ende November nach Hamburg kam.

Arbeit für Kinder und Enkel

„Wir arbeiten dafür, unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Planeten mit einer gerechten Gesellschaft zu übergeben.“ So bringt Sprecherin Anne Reis die globalen Ziele des Weltzukunftsrates auf einen knappen Nenner. Eingeschlossen sei damit das Engagement für Umwelt- und Klimaschutz, für erneuerbare Energien, Frieden und Abrüstung, nachhaltige Ökonomie und Nahrungssicherheit sowie Rechte für Frauen und Kinder überall auf der Welt.
Der Weltzukunftsrat wurde von Jakob von Uexküll gegründet, hat seit 2007 seinen Sitz in Hamburg, unterstützt von der Hansestadt und von Dr. Michael Otto auf den Weg gebracht hat: Mit einer Anschubfinanzierung von zunächst 1,5 Millionen Euro.
Zu den 50 Ratsmitgliedern zählen Experten von Rang und Namen. Die weltweite Projektarbeit für eine bessere Zukunft ermöglichen eine zunehmende Zahl von Förderern, neben Michael Otto auch sein jüngerer Bruder Frank Otto. Zu den Unterstützern zählen auch etwa Vollkornbäcker Thomas Effenberger oder Insel-Makler Farhad Vladi. Vorstandsvorsitzender ist Jakob von Uexküll, deutsche Direktorin Alexandra Wandel. Info: worldfuturecouncil.org/deutsch.html (wh)
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