Hilfe beim Abenteuer Familie

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Erfahrene Frauen - selbst Mütter oder ehemalige Hebammen - unterstützen Familien ehrenamtlich bei der Betreuung von NeugeborenenFoto: Rehberg/wb

Willkommen im Leben: „wellcome-Engel“ stehen jungen Müttern zur Seite

Von Monika Rehberg
Eppendorf. Mütter werden heute meist nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen. Zuhause beginnt — trotz aller Freude über das Baby — der ganz normale Wahnsinn einer Wochenbett-Familie. Das Baby schreit, das Geschwisterkind ist eifersüchtig, der Vater beruflich eingespannt und die Großeltern leben in einer anderen Stadt.

Hilfe für Jedermann

Die Hilfe kann von allen Familien in Anspruch genommen werden. Sie dauert meist zwischen sechs Wochen oder auch mehrere Monate. Während dieser Zeit kommt die wellcome-Ehrenamtliche etwa einmal, manchmal auch zweimal pro Woche für etwa zwei Stunden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen gehen mit dem Baby spazieren, so dass die Mutter mit dem Geschwisterkind Zeit verbringen kann, begleiten die Zwillingsmutter zum Arzt und stehen den Müttern einfach zur Seite. Auch bei den gestressten Partnern und den eifersüchtigen Geschwisterkindern ist der Engel willkommen. Während des gesamten wellcome-Einsatzes werden die Ehrenamtlichen eng beraten durch eine Fachfrau: Margaretha Klemperer, die das wellcome-Team koordiniert. Organisatorisch eingebunden ist das wellcome-Team in die Familien-Bildungsstätten in Eppendorf.

Chaos nach der Geburt?

Chaos nach der Geburt erlebte auch Familie F. in Hamburg, als der erste Sohn geboren wurde. Das Wunschkind war da, die Mutter gesund – und doch alles kam anders als geplant. Die eigenen Eltern leben hunderte von Kilometern entfernt, der Ehemann ist beruflich viel unterwegs und Frau F. fühlte sich wie auf einem fremden Planeten. „Ich war total erschöpft und konnte mich nicht mehr über meinen so sehr herbeigesehnten kleinen Sohn freuen. Als die wellcome-Ehrenamtliche kam, konnte ich kaum glauben, wie gut mir, dem Kind und der ganzen Familie diese Hilfe tut. Eine wunderbare Erfahrung, die ich um nichts in der Welt missen möchte.”
Die wellcome-Idee funktioniert: Die Ehrenamtlichen erfahren, dass sie etwas bewirken können und die Familie erhält eine individuelle, einfühlsame Unterstützung. Eine wellcome-Ehrenamtliche beschreibt ihr Engagement so: „Ich habe soviel vom Leben geschenkt bekommen und wollte davon etwas weitergeben. Als wellcome-Ehrenamtliche bekomme ich viel mehr zurück als ich gebe. Ich erfahre, wie mein Einsatz konkret hilft. ‚wellcome‘ macht mir Spaß und bereichert mein Leben.“

Familien, die einen „wellcome-Engel“ brauchen oder Menschen, die sich ehrenamtlich betätigen und eine Familie mit ihrem Baby unterstützen wollen, können Kontakt mit der wellcome Koordinatorin in Eppendorf aufnehmen: Ev. Familienbildung Eppendorf, Margaretha Klemperer, Sprechzeit Dienstag von 10 - 12.30 Uhr, Loogeplatz 14-16, Tel.: 46 07 93 -19 , weitere Informationen unter: wellcome-online
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