Ideen für den Lattenkamp in Hamburg

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Waren ganz Ohr: Harald Rösler (l.) und Egbert Willing beim Ideenaustausch zum Lattenkampplatz

Anwohner diskutieren. Aufenthaltsqualität des Platzes soll gesteigert werden

Hamburg. Unwirtlich, verwahrlost, oft durch abendliche Trinkgelage und die nahen Abfallcontainer vermüllt: So wird der Platz zwischen Lattenkamp und Alsterdorfer Straße einhellig beschrieben (das Wochenblatt berichtete). Grund genug, sich jetzt über seine Neugestaltung intensiv Gedanken zu machen. Einen bunten Strauß von Ideen nahmen der Bezirksamtchef Harald Rösler und Egbert Willing, Leiter des bezirklichen Fachbereichs Stadtgrün, am Ende des über zwei Stunden währenden Diskussionsabends mit. Weil die sich teilweise auch widersprachen, sah Rösler vorerst keine idealtypische Lösung.

„Je kleiner der Platz, um so größer die Sorgen“, so sein Fazit. Der Einladung des Bezirksamtes Nord zu einem runden Tisch im AWO-Seniorentreff am 1. Dezember waren rund 30 Gäste gefolgt. Unter ihnen Anwohner, Vertreter von Vereinen und Bezirksabgeordnete. Vor der regen Diskussion hatten Rösler und Willing über die Vorgeschichte des Platzes sowie über technische und finanzielle Rahmenbedingungen für seine Neugestaltung informiert. „Ursprünglich beherbergte er ein Löschwasserbecken, in den 1950er Jahren ersetzt durch ein Umspannhaus“, weiß der Chef des Bezirksamtes. Erst seit seinem Abriss vor über 20 Jahren könne der Platz öffentlich genutzt werden, habe jedoch „eine mangelnde Aufenthaltsqualität“, betonte Egbert Willing. Die wurde von den Gästen bestätigt und im Detail benannt: Es fehlten Abfallkörbe, einander zugewandte Bänke oder robuste Stühle, die Kommunikation ermöglichen. Dazu fehlt ein Unterstand, der Schutz bei Regen bietet und auch als Windschutz dient.

Denn der Platz sei durch eine Windschleuse immer sehr zugig. Dies ist auch der Grund, weshalb der oft nicht fachgerecht entsorgte Müll immer wieder auf den Platz weht. Weitere Ideen wurden in der Diskussion abgewogen. Allen voran etwa die Vergrößerung des Platzes durch Rückbau und Schließung des Lattenkampstiegs für den Autoverkehr, für die sich auch die grüne Bezirksabgeordnete Ulrike Sparr aussprach. Alle Ideen wurden protokolliert und werden überprüft, erklärte Harald Rösler. Dem Regionalausschuss liegen sie im Februar 2015 zur Beratung vor. (wh)
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