Im Dienste der Kinder

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Verleihung der 31. HanseMerkur Preise für Kinderschutz. Preisträger, Gratulanten und Jurymitglieder:

HanseMerkur verlieh Kinderschutzpreis

Dammtor. Auch nach 30 Jahren werde diese Arbeit immer wichtiger, sagte Vorstandsvorsitzender Fritz Horst Melsheimer. So leben heute rund 50.000 Hamburger Kinder in Haushalten von Hartz IV-Empfängern, die Hälfte seien alleinerziehende Elternteile. „Sorge für Kinder ist Sorge für die Zukunft.“ Getreu diesem Motto fördert die HanseMerkur Versicherungsgruppe seit 1980 Initiativen in der Kinder- und Jugendarbeit mit dem HanseMerkur Kinderschutzpreis – „mithin der älteste Sozialpreis Deutschlands“, so Melsheimer. 129 deutsche Projekte wurden seitdem ausgezeichnet und gefördert mit Preisgeldern von insgesamt 950.000 Euro.
Am vergangenen Freitag vergab HanseMerkur den 31. Kinderschutzpreis, das Atrium am Siegfried-Wedells-Platz bot eine festliche Kulisse. Der Hauptpreis, dotiert mit 20.000 Euro, ging an den Berliner Verein „Straßenkinder“ für sein erfolgreiches Engagement in der Reintegration obdachloser Jugendlicher ebenso wie in der präventiven Arbeit im Kinder- und Jugendhaus „Bolle“.
Drei weitere Initiativen erhielten Anerkennungspreise mit Preisgeldern von je 10.000 Euro. So wurde der „Bürgerschaftliche Gemeinschaftsgarten“ in Fürstenwalde ausgezeichnet für pädagogisch angeleitete Mitmach-Aktionen, die aus einem brachliegenden sowjetischen Militärgelände einen Naturerlebnisraum für Kinder und Jugendliche schufen. Auch der Berliner Verein DermaKIDS wurde ausgezeichnet für seine bahnbrechende Arbeit für Eltern und ihre „Schmettelingskinder“. Sie leiden an der schweren Hautkrankheit Episermolysis bullosa.
Nicht zuletzt war unter den Preisträgern auch der gemeinnützige „KulturTransferHamburg“ für die Weiterentwicklung des mobilen Musikprojekts „Jamliner“, das die Staatliche Jugendmusikschule seit 2000 in zwei alten Linienbussen anbietet. Auch in festen „Jam stations“ in St. Pauli und im Jugendstrafvollzug der JVA Hahnöfersand machen Jugendliche jetzt Musik. Sie entwickeln ihren eigenen Stil, nachdem sie mit den Instrumenten vertraut sind. Mit eigensinnigen Song-Texten verarbeiten sie ihre Geschichten: „Die ganzen Drogen, das Geld und die Partys/ es war alles nur ein Traum/ denn ich bin eingesperrt/ in einem winzigen Raum.“
So etwa lauten Zeilen eines Raps aus dem Jugendknast. „Die gemeinsame Arbeit an der Musik fördert Kompromissbereitschaft sowie Gruppenerlebnisse der anderen Art.“ erklären Thomas Himmel und Petra Christian-Rauhut, engagiert im KulturTransferHamburg. Das Preisgeld von 10.000 Euro sei hochwillkommen. „Es bildet den Grundstock für die Einrichtung der nächsten Jam station auf der Veddel.“ Denn das Musikprojekt sei von den Teenies in Hamburgs sozialen Brennpunkten sehr gefragt und soll weiterwachsen: www.kulturtransfer-hamburg.de.
Geehrt wurden die vier ausgezeicneten Initiativen zudem mit einem Grußwort von Schauspielerin Mariella Ahrens, die in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den Kinderschutzpreis übernommen hatte. (wh)

Der 32. HanseMerkur Preis für Kinderschutz ist bereits ausgeschrieben und wendet sich an private Initiativen, die sich beispielhaft für die Belange von Kindern einsetzen. Bewerben können sich Projekte bis zum 31. 8. 2012, die sich für kranke, sozial belastete Kinder oder im präventiven Bereich engagieren. Info: www.hansemerkur.de/kinderschutzpreis (wh)
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