Jubiläum nach Rettung

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Die fröhliche Kniffelrunde der LAB Eppendorf-Hoheluft mit Leiterin Sybil Strauss (hinten rechts)Foto: Hanke

LAB-Seniorentreff stand vor dem Aus. Jetzt wird gefeiert

Hoheluft. Fast hätte der LAB-Seniorentreff Eppendorf/Hoheluft am Eppendorfer Weg 232 sein 25. Jubiläum nicht mehr erlebt. Die Schließung im August war im vergangenen Jahre bereits vorgesehen. Das Bezirksamt Hamburg-Nord, das die Miete der beliebten Senioreneinrichtung zahlt, muss sparen. Doch Beteiligungen an der Miete durch den LAB-Landesverband Hamburg (LAB heißt: Lange Aktiv Bleiben) und durch das Bezirksamt Eimsbüttel ab 2014, aus deren Einzugsbereich viele Gäste in den Eppendorfer Weg 232 strömen, haben den Seniorentreff gerettet. Ganz entscheidenden Anteil daran hatten der Seniorenbeirat Hamburg-Nord, speziell deren Vorsitzende Ursula Preuhs, und Bezirksamtsleiter Harald Rösler, der sich kurz nach seiner Wahl im vergangenen Jahr spontan ein Bild von der Einrichtung machte. Das fiel sehr positiv aus, weshalb sich Rösler für den Erhalt des LAB-Treffs einsetzte. Als nun doch das 25-jährige Jubiläum gefeiert werden konnte, erschien Rösler natürlich und hielt die Jubiläumsansprache. „Ich war begeistert von der modernen und aufgeräumten Anmutung dieser Einrichtung, auch noch 25 Jahre nach ihrer Eröffnung. Und ich war mitgerissen, von der Begeisterung und dem Elan, mit dem dieser Treff in Hoheluft-Ost geführt wurde“, sagte Rösler. „Wir haben ihm zu verdanken, dass wir das Jubiläum feiern konnten. Wir lieben ihn hier alle“, erzählt Sybil Strauss, seit neun Jahren Leiterin der LAB Eppendorf/Hoheluft.
Zehn ehrenamtliche Helfer
Etwa 700 bis 800 Kontakte zählt Sybil Strauss in der Einrichtung im Monat. Spiele, Sport, Sprachen - das sind die Schwerpunkte bei der LAB am Eppendorfer Weg. Besonders gern lernen die 60- bis über 90-jährigen Französisch. „Auch die Gymnastik und die Spiele-Nachmittage laufen gut. Bridge ist im Kommen“, erzählt Sybil Strauss. Spielegruppe setzten sich meistens aus den älteren Gästen zusammen. Die jüngeren bevorzugen Sprachen und Computerkurse.
Die Gäste kommen aber nicht nur, um etwas zu lernen, sie schätzen vor allem die sozialen Kontakte. „Wir haben viele Witwen, die bei uns aus ihrer Isolation herauskommen. Es ergeben sich viele soziale Kontakte“, erzählt Sybil Strauss. Im LAB-Treff Eppendorf/Hoheluft entstehen noch einmal neue Freundschaften. Die zehn ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen zu der guten Stimmung bei. „Dafür sind wir mittlerweile bekannt“, freut sich die Leiterin des Seniorentreffs. Rund 80 Prozent der Gäste sind weiblich. Sie kommen überwiegend aus der näheren Umgebung, aus Eppendorf, Hoheluft und Eimsbüttel. Trotz dieser Herkunft häufen sich in den letzten Jahren die Gäste mit geringer Rente. „Bei den jüngeren fällt es auf“, hat Sybil Strauss bemerkt. Bei der LAB am Eppendorfer Weg sind sie selbstverständlich herzlich willkommen. Der Senioren-Treff ist an allen Tagen außer sonnabends geöffnet, in der Regel von 10 bis 18 Uhr. LAB-Mitglieder zahlen geringere Kursgebühren. (ch)
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