Kinderklinik bis 2017 fertig

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Klopften den Grundstein fest (v.l.): Holger Iversen (Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum), Anja C. Muntau (Leiterin Kinderklinik), Senatorin Katharina Fegebank, Michael Otto und UKE-Direktor Burkhard Göke Foto: Hanke

Grundstein für Neubau am UKE gelegt. Unternehmer Otto spendet zehn Millionen Euro

Eppendorf Der Grundstein ist gelegt – für die neue Kinderklinik des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE), die im Eckbereich Martini- und Frickestraße entstehen wird. Dem Zweck des Gebäudes entsprechend in der Form eines riesigen Legosteins. 69,5 Millionen Euro wird die neue Kinderklinik kosten. Diese Summe wird von der Stadt Hamburg, dem UKE und zu einem Drittel durch Spenden getragen. Die größte Einzelspende kommt mit zehn Millionen Euro von Unternehmer Michael Otto.
Statt Zeitungen (außer einer Tageszeitung) und Münzen legten Verantwortliche für den Bau je ein Lieblingsstück in den Legogrundstein. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hatte Seifenblasen gewählt, UKE-Direktor Burkhard Göke einen Spielzeugfuchs, UKE-Dekan Uwe Koch-Gromus einen Gorilla aus Kunststoff und Großspender Michael Otto einen Ibis. Die meisten Mitarbeiter wählten Unterlagen zum Bau. Auch kleine UKE-Patienten legten etwas in den Legogrundstein, keine Teddys, wie zunächst vorgeschlagen. Teddys wollten die Kinder nicht begraben.
Die neue Kinderklinik ist eines der größten Neubauprojekte auf dem UKE-Gelände. Auf einer Nutzfläche von 10.449 Quadratmetern wird ein Gebäude unter dem Motto: Alles unter einem Dach errichtet. Schwerpunkte sind Onkologie, schwere neurologische und seltene angeborene Erkrankungen sowie Leber-, Nieren- und Knochenmarktransplantationen. Derzeit sind diese Bereiche noch auf mehrere Gebäude verteilt. Die verschiedenen Fachdisziplinen werden interdisziplinär zusammenarbeiten. Besonderen Wert legen die Planer auf eine Wohlfühlatmosphäre für die kleinen Patienten. Eine Schule, ein digitales Klassenzimmer und auch ein Kino und eine Dachterrasse sollen zum Beispiel dazu beitragen. UKE-Direktor Burkhard Göke lobte die Weiterentwicklung von Ideen für die Kinderklinik über die Jahre. Hier habe eine „Optimierung von Konzeption und Qualität“ stattgefunden, die er woanders vemisst habe. „Wir freuen uns auf einen großen Wurf“, so Göke. Katharina Fegebank freut sich auf Räume, „in denen gespielt werden kann oder die Ruhe vom Klinikalltag bieten.“
Großspender Michael Otto ist begeistert von der Planung: „Hier entsteht ein Haus, in dem auch das phantasievolle und kindgerechte Umfeld die Heilung fördert und in dem die Fächer der Kindermedizin unter einem Dach vereint sind.“
Der Rohbau des Untergeschosses ist bereits fertiggestellt. Drei Turmkräne, rund 60 Bauarbeiter und 60 Ingenieure sind derzeit auf der Baustelle im Einsatz. Im Mai/Juni 2016 soll der Rohbau fertig sein. Der Innenausbau wird dann im August/September 2016 beginnen. Die ersten kleinen Patienten könnten im Herbst 2017 einziehen. (ch)
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