Kultlokal: Druck wächst

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Autor, Journalist und Moderator Roger Willemsen ist seit Jahren Stammgast in der Osteria Due. Er und andere Promis wollen ihre Spaghetti mit Scampi auch weiterhin im Kultlokal verspeisenFoto: Hoyer

Droht „Osteria Due“ ab Oktober die Zwangsräumung?

Von Christian Hanke
Rotherbaum. Jetzt wird´s spannend rund um die Osteria Due, den Promi-Italiener in der Badestraße 4: Droht die Zwangsräumung? Dem bekannten Restaurant ist zu Ende September vom neuen Vermieter, Lars Hinrichs, dem Gründer des Netzwerks Xing, gekündigt worden (das WochenBlatt berichtete). Hinrichs hat das benachbarte Etagenhaus, Ecke Mittelweg, entkernt, baut es hinter historischer Fassade ganz neu. Die alte Remise, in der die Osteria Due beheimatet ist, soll ganz weg. Hinrichs bot der Eigentümerin, Alice von Skepsgardh, einen neuen, größeren Standort für ihr Restaurant in dem Neubau, Ecke Mittelweg an. Doch sie pocht auf einen Mietvertrag, der noch 20 Jahre gültig ist. Ist er nicht, sagen Hinrichs´ Rechtsberater. Er beinhalte zu viele Fehler. Die Fronten sind verhärtet. Man spricht nicht miteinander. Hinrichs will die Kündigung mit allen juristischen Folgen durchziehen. „Es hat sich nichts geändert, aber Frau von Skepsgardh hat ja noch ein paar Tage Zeit“, sagt Lars Hinrichs. Bis zum 30. September. In der Osteria Due macht man weiter wie bisher. Geschäftsführer Francesco Delvecchio ist von einer Schließung und Räumung des Lokals zum 30. September nichts bekannt. „Ich gehe davon aus, dass wir über den September hinaus weitermachen“, sagt Delvecchio. Alice von Skepsgardh ist derzeit nicht in Hamburg und kommt am 26. September zurück. Dass das Restaurant bleibt, hofft auch Promi-Stammgast Roger Willemsen. Der Autor hatte mit anderen Hamburgern wie Ex-„Mr. Tagesthemen“ Ulrich Wickert oder „Zeit“-Chef Giovanni di Lorenzo schon vor Monaten eine Unterschriftenliste mit über 500 Unterzeichnern für den Verbleib des Kultlokals und einen offenen Brief an Bürgermeister Olaf Scholz geschickt. Darin heißt es: „Für uns ist die Osteria Due eine Hamburgensie, die aus unserer Tradition nicht mehr wegzudenken ist.“
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