Kunst aus der Hölle des Krieges

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Todesangst in Aleppo: diese Zeichnung malte eine Kunstlehrerin, die aus Syrien geflohen ist
Hamburg: Grund- und Stadtteilschule Eppendorf |

Geflohene aus Aleppo malt sich den Schmerz von der Seele

Von Christian Hanke
Eine Mutter umarmt ihre Kinder, die sich in unendlicher Angst an sie klammern. Eine Frau weint blutige Tränen. Andere Kinder sind offensichtlich tot. Diese Motive zeigt die Zeichnung einer Syrerin, die aus Aleppo nach Hamburg geflohen ist und sich ihren Schmerz von der Seele gemalt hat.

Das Bild und andere Werke dieser Künstlerin, einer Kunstlehrerin aus Aleppo, die mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter immer noch in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Nord ausharren muss, werden ab 21. Juni in der Aula der Stadtteilschule Eppendorf, Curschmannstraße 39, Beginn 18 Uhr, anlässlich der Informationsveranstaltung über die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Loogestraße ausgestellt. „Ich habe Frau H. im Rahmen meiner ehrenamtlichen Arbeit in Groß Borstel kennengelernt. Ihre Bilder haben mich tief berührt. Meine Hoffnung ist, dass sich die Eppendorfer, bevor sie sich lauthals zur geplanten Unterkunft Loogestraße âußern, etwas Zeit nehmen, um diese Zeichnungen in Ruhe zu betrachten. Vielleicht fallen dann ihre Argumentationen gegen die Unterkunft etwas sachlicher und leiser aus….. Im übrigen sind diese Zeichnungen meines Erachtens auch als künstlerische Antwort auf die unsâgliche „Sargaktion“ auf der Wiese zu verstehen. Darum ist es mir so wichtig, sie heute im Rahmen der Informationsveranstaltung zu zeigen! Dank an den Bezirk, dass dies so kurzfristig ermöglicht werden konnte“, sagt dazu Barbara Nitruch, die sich in Groß Borstel für Flüchtlinge und ihre Integration einsetzt.

Frau H. und ihre Familie benötigen dringend eine kleine Wohnung, um zur Ruhe zu kommen und die vielleicht auch etwas Platz zum Malen bietet.
Im Hamburg leben zur Zeit noch immer rund 4.000 Geflüchtete länger als ein halbes Jahr in einer der 28 Erstaufnahmen der Stadt. Die meisten von ihnen wohnen seit mehr als einem Jahr dort. So auch diese Künstlerin.
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