Kurze Wege und mehr Grün in Hamburg-Nord

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Studenten der HafenCity Universität haben für das Komponistenviertel einen detaillierten Zukunftsplan entwickelt Foto: wb
Hamburg: Mozartstraße |

Studenten stellen Zukunftsplan für das Komponistenviertel vor

Thomas Oldach
Hamburg-Nord
Für einen „frischen Blick“ auf das Komponistenviertel wollten sie sorgen – und die elf Studenten der Stadtplanung an der HafenCity Universität (HCU) haben Wort gehalten. Jetzt haben sie eine 126-seitige Projektarbeit vorgelegt. Titel: „Freie Fahrt für Fuß und Rad! Eine Vision für das Komponistenviertel“. Ein Semester lang hatten sich die Stadtplaner von morgen seit Jahresbeginn mit dem Komponistenviertel in Barmbek-Süd befasst. Jetzt haben sie ihre Ergebnisse im Regionalausschuss vorgestellt. Den Anstoß für das Projekt hatte die Grünen-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord gegeben.

Nutzungskonflikte im Viertel

Deren Sprecher Christoph Reiffert ist beeindruckt: „Als ich Anfang des Jahres Kontakt zur HCU aufnahm, um auszuloten, ob Interesse an einer Zusammenarbeit bestünde, hätte ich mir nie träumen lassen, dass später ein so umfangreiches, fundiertes und innovatives Ergebnis auf den Tisch kommt.“ Ausgangspunkt für die Anfrage war, dass die Kommunalpolitik immer wieder auf Probleme stößt, die sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme beheben lassen. Für ausgefeilte, ganzheitliche Konzepte fehlen dagegen oft personelle Ressourcen und auch Geld. Im Komponistenviertel gibt es Nutzungskonflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern sowie Schwierigkeiten mit zugeparkten Gehwegen und Einmündungen. „Die vorhandenen Grünzüge werden zudem nicht alle gut genutzt“, sagt Reiffert.

Vorschläge umsetzen

Die Vision der Studierenden sieht unter anderem vor, die Grünzüge durch attraktivere Eingänge, Sport und „Urban Gardening“-Flächen aufzuwerten. Große Straßen sollen leichter gequert werden können, Rad- und Fußverkehr sollen mehr Raum bekommen. Auch mehr Begegnungsmöglichkeiten in den Parks und auf der Straße schlagen die jungen Stadtplaner vor. Reiffert: „Unsere Aufgabe sehen wir nun darin, die vielen Vorschläge zu sichten, und zu prüfen, was wir in die Praxis umsetzen können.“ Unter dem Titel „Quartier der kurzen Wege – Konzept für attraktive Fuß- und Radwegeverbindungen in und um das Komponistenviertel“ beschäftigen sich elf Studenten der HCU bis zu den Sommerferien mit der Analyse der Situation im Viertel und der Erarbeitung eines umsetzbaren Konzepts. Das Projekt findet im Rahmen des Studiengangs „Stadtplanung“ in enger Kooperation mit den Bezirkspolitikern der Grünen statt, die den Studenten als Berater und Kontaktvermittler zur Seite stehen.
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