Lovestory in Eppendorf

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Christa Laas, 66, in ihrer alten Heimat in der Erikastraße. Im Eppendorf der 1970- und 1980er- Jahre spielt ihr Roman „Für Angela“Foto: Hanke

Autorin Christa Laas siedelt ihren Roman im Stadtteil an

Eppendorf. Eppendorf in den 1960-er und 1970-er Jahren: Studenten, Künstler, Paradiesvögel bevölkerten den bis dahin unauffälligen, sozial gemischten Stadtteil. In „Onkel Pö´s Carnegie Hall“ machten Udo Lindenberg, Otto Waalkes und viele andere Karriere. Mittendrin: Christa Laas, damals Bibliothekarin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), heute Buchautorin, bislang für Kinder. Ihr erster Roman für Erwachsene, „Für Angela“, spielt in Eppendorf, heute und damals. „Vor allem aber damals“, erläutert Christa Laas, die von 1969 bis 1975 in der Erikastraße und danach in der Hoheluftchaussee wohnte – heute lebt sie auf dem Land nahe Stade.
Im Eppendorf der 60-er und 70-er Jahre spielt sich in ihrem Roman eine dramatische Dreiecksgeschichte um zwei Frauen und einen Mann ab. An vielen, den Eppendorfern auch heute noch wohl vertrauten Orten: im Café Lindtner, im Eppendorfer Park. Am Eppendorfer Weg, Ecke Löwenstraße lebt Angela, die mit der Ich-Erzählerin eng befreundet ist. „Der Roman ist nicht autobiografisch, auch wenn natürlich Einiges aus meinem Leben mit eingeflossen ist“, erzählt Christa Laas, die sich mit dem Bücher schreiben einen Kindheitstraum erfüllt hat.

Kontakt zu Otfried Preußler

Mit zwölf Jahren begeisterte sie sich für „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler und schrieb dem berühmten Kinderbuchautor, dass sie selbst Schriftstellerin werden wollte. Preußler (1923 - 2013) wünschte alles Gute und bat um das erste Buch von ihr. Das erhielt er 35 Jahre später. Es hieß „Muss ja nicht jeder ein Held sein“ und handelte vom ständigen „Cool sein müssen“. „Mein 12-jähriger Sohn musste damals immer cool sein“, erzählt die Autorin, deren weitere Kinder- und Jugendbücher immer von Situationen handelten, in denen sich ihre Kinder gerade befanden. Einen richtigen Hit landete Christa Laas mit dem Jugendroman „I miss you“ um ein 14-jähriges Mädchen. Die Schriftstellerei wurde ihr zum zweiten Beruf, mit dem sie sehr glücklich wurde.
Doch dann ein Schicksalsschlag. 2005 wurde ihre Schaffensphase jäh durch die Diagnose Brustkrebs unterbrochen. Harte Jahre folgten, doch Christa Laas überwand die schreckliche Krankheit, begann wieder zu schreiben: „Für Angela“, ihren ersten Erwachsenenroman, der auch die Krebserkrankung thematisiert. Vor allem aber Eppendorf. An ihre Single-Jahre in der Erikastraße erinnert sich Christa Laas immer wieder gern: „Da herrschte so eine Aufbruchstimmung. Die Psychiatrie brach auf. Die Zeit der alten Herren am UKE war abgelaufen. Eppendorf liegt mir ganz nah am Herzen“, schwärmt die Schriftstellerin. Aber die ersten Zeichen einer künftigen Zeit waren auch nicht zu übersehen. „Kleine schöne Läden verschwanden. Boutiquen zogen ein. Da kostete ein Pullover plötzlich 200 Mark“, erinnert sich Christa Laas.
Wer wissen möchte, wie´s damals in Eppendorf war, kann das Buch „Für Angela“ unter Tel.: 04774 360 649 oder www.christa-laas.de bestellen. (ch)
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