„Man bewegt sich, gibt Geselligkeit“

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Christel Jacobsen und die St. Martinus Kirchengemeinde, schon seit 1981 eine gute Verbindung. Foto: Hanke

Christel Jacobsen und die St. Martinus Kirchengemeinde

Eppendorf. Sie ist Eppendorferin in der dritten Generation, mütterlicher- und väterlicherseits lebt seit ihrer Geburt im früheren Arbeiterviertel in der Frickestraße und im Winzeldorfer Weg.
Auch der Sohn wohnt in der Frickestraße. „Eppendorf war früher arm, ist heute Schickimicki“, urteilt Christel Jacobsen kurz und knapp über den gravierenden Wandel ihres Lebensumfeldes.
Dabei gingen die Nachbarschaftshilfe verloren und „die Einkaufsmöglichkeiten für die alten Leute“.
Die meisten kleinen Läden zum Beispiel, die die Älteren aus dem Stiftsviertel erreichen konnten, gibt es nicht mehr. Letzteres ist Christel Jacobsen besonders deutlich aufgefallen.
Denn die 71-jährige gelernte Kindergärtnerin arbeitete auch in der offenen Altenpflege der Sozialstation Eppendorf/Hoheluft. Seit 1981 ist Christel Jacobsen auch ehrenamtlich in der Kirchengemeinde St. Martinus tätig. Für ältere Menschen organisierte sie dort Gymnastik- und Kegelgruppen, Tagesausflüge und einmal im Jahr eine Reise. Bis auf Gymnastik macht sie alles dies heute noch. Für die sportlichen Aktivitäten brachte Christel Jacobsen beste Voraussetzungen mit. Seit 1948 ist sie Mitglied im SC Victoria, hat dort Leichtathletik und Geräteturnen, später Rhythmische Gymnastik betrieben und leitete Kinderturngruppen.
Davon hat sie den von ihr betreuten Menschen viel weitergeben können. „Man bewegt sich und gibt Geselligkeit“, fasst die stets Fröhlichkeit und Zuversicht ausstrahlende Eppendorferin ihre Aufgaben zusammen. Anpacken, Mithelfen ist auch ihre Sache. Für den alljährlichen Basar von St. Martinus bereitet Christel Jacobsen Marmelade, Heringe, Kartoffelpuffer und „Omas selbst gemachten Schnaps“ zu. Mit ihren Seniorinnen und Senioren bastelt sie und organisiert für sie Spielenachmittage. St. Martinus ist ihr zur zweiten Heimat geworden.
Trotz der großen Veränderungen, die sie in Eppendorf erlebt hat, fühlt sie sich hier immer noch wohl. 35 Jahre war sie hier verheiratet. 2001 ist ihr Wilhelm gestorben.
Er war erst Verkäufer, schulte um auf Dreher, arbeitete bei der Lufthansa.
Ihr Sohn ist Installateur. Bodenständig sind sie geblieben, die Jacobsens aus Eppendorfs altem Arbeiterquartier. Und wenn Christel Jacobsen sich ´mal von ihrer ehrenamtlichen Arbeit erholt, dann geht sie spazieren im schönen Eppendorf oder sie fährt an die Ostsee. Dort wartet seit über 40 Jahren ein Campingplatz auf sie. (ch)
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